Europa Vallée @ Frankreich

  • Ich möchte in einer Pandemie wirklich nie wieder als einer der wenigen Parks den EP hören, man hätte grenzwertige wirtschaftliche Probleme.


    Ich verstehe komplett, dass der Betrieb während Corona extrem viel Geld verschlungen hat und man da sicherlich auch Geld verbrannt hat. Das haben viele andere Unternehmen aber auch und ich freue mich, dass sich der Park wirtschaftlich so gut erholt hat.

    Wenn man aber ernsthaft darüber auch nur ansatzweise nachdenkt einen Tunnel zu graben - und das muss sicherlich ein Ansatz sein, sonst würde man das der Presse nicht kommunizieren- Millionenbeträge für Filme ausgibt, Voltron baut, in sämtliche Infrastrukturelle Projekte investiert, Rulantica nach und nach erweitert, ein Resort komplett umkrempelt- dem kann und konnte es auch während Corona nicht so schlecht gehen wie man es oftmals darstellt.

    Nicht falsch verstehen, aber es gibt für mich wirklich momentan die viel diskutierten und jetzt nicht weiter hier detailliert ausführlich beschrieben Baustellen im Park, welche ich definitiv vorziehen würde, ehe man sich jetzt ein weiteres Großprojekt auflädt.

    Und ein Tunnel - also ehrlich… Groß denken konnten die Macks schon immer- aber Seilbahn erscheint dann doch realistischer :grinning_face_with_big_eyes:

  • Was soll das Ganze überhaupt?

    Wenn sie unbedingt nen zweiten Park aufmachen wollen, sollen sie den heidepark kaufen. Das Ding hat Potenzial.

    Gut, da wohnen keine Franzosen, die gefühlt immer Ferien haben und die Schweizer Preise wird man im Norden nicht generieren können, aber Potenzial hätte das.

    zur Sache selber:
    Ein Tunnel ist meines Erachtens ne Nummer zu groß für die Macks. Ein Rohr geht vielleicht, also quasi ein Tunnel auf dem Feld…

  • Ein Tunnel?

    Entweder hat der EP sich zu wenig Gedanken gemacht über die Kosten oder aber dem EP geht es finanziell viel viel besser als gedacht.

    Zum Vergleich: Ein Kilometer des neuen Gotthard--Basistunnel kostete rund 200 Millionen Franken. Gewiss, so ein EP-Tunnel wäre sicher günstiger machbar, aber auch bei einem Zehntel dieser Kosten und "nur" 5 km Tunnel unter Rhein und Taubergiessen käme man auf 100 Millionen...

    Ich glaube, der EP würde gerne nach Frankreich expandieren, auch um sich von Rust unabhängiger zu machen, und die Franzosen würden auch gerne, aber dummerweise ist da dazwischen ein "Bächlein" und ein Naturschutzgebiet. Wie schon im Seilbahn-Thread angemerkt ist wenn überhaupt eine moderne 3S-Seilbahn ohne Stützen im Taubergiessen noch am ehesten für mich denkbar. Ein Busshuttle ist wohl zu wenig attraktiv.

  • Ja, das ging echt ganz schön schnell mit der Vervielfachung der Kohle :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Gefühlt gestern war alles nah an der Insolvenz, jetzt hat man hundert(e) Millionen, mit denen man sogar risikobehaftet (Kinofilm) spielen kann. Klar sind da Banken im Spiel, aber die schenken einem das ja auch nicht einfach so.

    Auch hier nicht falsch verstehen, ich gönne es. Man macht wohl vieles richtig.

  • Als müsste der Europa-Park so eine Tunnel alleine finanzieren. Da würden Fördergelder in Multi-Millionenhöhe seitens D, FR und EU fließen.

    Aber die Seilbahn wäre wohl trotzdem in allen Belangen die bessere Variante.

  • Nun, bei Tunneln findet man völlig unterschiedliche Angaben zu den Kosten.

    In München hat der 2,8km lange Tunnel etwa 400 Millionen Euro gekostet. Die Länge würde passen, aber die Kosten wohl nicht.

    Bei anderen Tunnelprojekten liest man Werte von etwa 20.000€ pro Meter. Da wären wir dann bei 56 Millionen Euro.

    Kein Pappenstiel, aber eine Seilbahn würde auch einiges Kosten verursachen:

    Was kostet eine Seilbahn? Eine ökonomische Analyse - Seilbahnen International Laut dieser Seite 3,5-19Mill. € pro Kilometer. Da man etwas großes und Leistungsfähiges braucht orientieren wir uns mal an den 19 Mill. Bei 2,8km Länge also auch 53 Million Euro.


    Die Preise sind also nicht so arg unterschiedlich.


    Ok der Fairness noch erwähnt: Beim Tunnel braucht man dann auch noch ein Beförderungssystem. Das kann im einfachsten Fall ein Bus sein oder man baut da ein Endlossystem ein. Tunnel des Horrors :winking_face:


    Als Ergänzung: Ich denke die Kosten für den Gotthard Tunnel sind hier nicht hilfreich, da es vom Vortrieb große Unterschiede macht, ob man sich durch ein Bergmassiv arbeitet oder in der Rheinebene. Müsste mal schauen, ob ich was zu den eigentlichen Kosten für den Bahntunnel bei Rastatt finde (ohne die ganzen Zusatzkosten für die Bahnmisere, was dort passiert ist). Na kann man doch nicht vergleichen: sind 2 Röhren, die immer wieder mit einander verbunden sind, zusätzlich werden dort in den Kosten noch viel mit eingerechnet, was zur Anbindung an die Bahnstrecke gehört.

  • Unterschätzt die Rheinebene nicht was die Beschaffenheit angeht. Stellenweise hohes Grundwasser und ebenfalls eine ziemlich aktive Region beim Thema Erdbeben. Ich bin aber auch kein Tunnelexperte, kann mir aber kaum vorstellen, dass sowas günstiger ist als eine Seilbahn.

    Der Disney Skyliner hat wohl als Gesamtanlage geschätzt 36 Millionen USD gekostet, überwindet hierbei keine großen Höhen, besitzt aber mehrere Stationen, Transfers etc.

    Nichtsdestotrotz, das Projekt ist denke ich weniger Spruchreif als es in dem Bericht wirkt- andererseits wäre es vermutlich schon fünf Schritte weiter- wären Politik und Genehmigungen so schnell wie die Gedanken der Macks.

  • Bei der Gelegenheit muss ich mal mit den Macks sprechen. Kann man den Tunnel dann, wenn man ihn evtl. baut und schon unter dem Rhein durch muss, nicht gleich auch noch unterm Schwarzwald hindurch bis hierher an den Bodensee verlängern? Das würde einiges an Zeit sparen. :laugh3: