Vielleicht soll IWS doch noch länger dort bleiben. Und dann kommt halt in 15 Jahren das 3. Hotel dort hin? Man hat ja auch im EP das Gefühl, dass inzwischen sehr sparsam mit den Flächen umgegangen wird, wenn man sieht, dass aus kleinen Ecken neue Themenbereiche werden und Voltron geradezu hingequetscht wurde. Man sieht vielleicht keine Möglichkeit mehr für zusätzliche Flächen und fängt an zu rationieren und die Filetstücke für künftige Erweiterungen der nächsten Jahrzehnte aufzuheben.
Beiträge von Gurkensalat
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Mit dieser Lage habe ich jetzt wirklich nicht gerechnet, eher mit einer Verlängerung von Kronasar und Eatrenalin, wo die Yullbehalle doch weg ist. Bin gespannt, ob dort auch noch was hinkommt.
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Österreich mal ausgenommen das sehe ich größtenteils anders. Ansonsten hast du schon Recht. Das Voletarium hätte ich vielleicht noch aufgezählt, da kann man sich auch beim Michael bedanken.
Stimme zu beim Voletarium, ist halt nur schon eine Weile her. Sonst könnte man auch Cancan Coaster und Jim Knopf nennen. Bei Österreich meinte ich den Neubau nach dem Brand, nicht Josie. Yomies hin oder her, mir gefällts.

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Wieso sollen die jüngeren Macks nicht sowohl das Geschäft im Blick haben als auch etwas Schönes schaffen wollen, bloß weil andere so ticken? Das schließt sich nicht aus, und ich habe schon den Eindruck, dass versucht wurde, den bestmöglichen Film unter den Rahmenbedingungen (Zielpublikum, Budget, Kooperation mit Warner etc) zu machen. Natürlich soll Geld verdient werden. Aber ich habe jedenfalls den Stolz auf den Film aus Michael Macks Stimme herausgehört (auch wenn er natürlich nicht jedem gleich gut gefällt). Und Kroatien/Neubau Österreich/Castillo Medici im EP, Rulantica, die neuen Hotels, Eatrenalin etc., das sind doch alles Sachen der letzten Jahre, die überwiegend sehr schön gemacht sind. Es ist etwas schade, dass hier generell sehr oft erst mal eher niedrige Beweggründe seitens der Parkführung angenommen und alle Hinweise, die in andere Richtungen deuten, ausgeblendet werden. In dubio pro reo?
Dass der Film sich letztlich schon rechnen könnte, wenn alle Verwertungsstufen durch sind, halte ich aber auch für gut möglich. Ebenso, dass dies von Anfang an als realistische Möglichkeit eingerechnet wurde, falls er an der Kinokasse kein Hit wird (was immer recht wahrscheinlich war und ja nun auch der Fall war).
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Tag 13: Universal Studios, Hogsmeade
Epic Universe war ein unglaubliches Erlebnis gewesen, auf einem Niveau mit dem Besten, was Disney World zu bieten hatte, und vielleicht sogar noch etwas darüber. Wie sollten die beiden anderen Universal Parks da noch mithalten können? Insofern hatte es einen gewissen unfairen Aspekt, dass wir uns erst jetzt gründlich diesen beiden widmen konnten; sie mussten da geradezu schlecht wegkommen. Aber trotzdem wollten wir ihnen ihre Chance geben und machten uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg, diesmal in den ältesten Park, die Universal Studios. Wir waren allerdings nicht morgens gleich mit Rope drop vor Ort, sondern erst um halb 10h, da uns der vorige Tag noch etwas in den Knochen steckte.
Und natürlich wirkte da schon alles kleiner und bescheidener, und es half nicht, dass überall eher billig wirkende Kulissenelemente von den abendlichen Halloween Horror Nights gut sichtbar herumstanden. Trotzdem hat uns der Blick die „Main Street“ hinunter an den Minions vorbei ganz gut gefallen.
Dort, am Ende der Straße, wartete auch bald schon der erste Ride des Tages auf uns, die Indoor Achterbahn Revenge of the Mummy. Und die hat uns dann schon gleich überzeugt, eine sehr abwechslungsreiche, intensive Fahrt mit vielen Effekten, zB einem Stopp mittendrin, wo suggeriert wird, die Fahrt sei zu Ende, worauf es nochmal richtig losgeht, und massiven Flammenwerfern, deren Hitze man spürt. Auf jeden Fall ein Highlight, und das mit gerade mal 5 Minuten Warten. Weiter ging es durch einen Bereich des Parks, der älteren Teilen von New York nachempfunden ist und uns von der Gestaltung sehr gut gefallen hat.
Wir begegneten einer Marylin Monroe-Imitatorin, die uns aber rein vom Äußeren her nicht so überzeugte, und weiter ging es zum nächsten Ride, dem Klassiker E.T., ein traditioneller Darkride, sehr schön gemacht. Auch hier mussten wir kaum anstehen, versuchten aber trotzdem den liebevoll gestalteten Wartebereich zu würdigen.
Der Ride ist schon über 30 Jahre alt, aber immer noch gut gepflegt; man fliegt wie im Film mit BMX-Fahrrädern durch die Luft und landet am Ende sogar auf dem Planeten von E.T. Danach drehten wir noch eine Runde im dahinter liegenden Dreamworks Land, in dem verschiedene Animationsfilme des Labels repräsentiert sind, aber da waren wir doch das falsche Publikum für Troll Coaster etc. Daher kehrten wir um und stießen bald auf weitere 80er Jahre Relikte: Den Zeitmaschinen-Delorean und die dazugehörige Dampflok aus Back to the Future.
Mit den Simpsons sind wir nie so recht warm geworden, daher gingen wir schnurstracks durch den daneben liegenden Themenbereich Springfield hindurch zu Men in Black, einen interaktiven Darkride, bei dem man Aliens abschießt, vergleichbar Abenteuer Atlantis, aber wesentlich aufwändiger gemacht. Uns hat der Ride auf jeden Fall besser als das Gegenstück Toy Story Midway Mania in den Disney Hollywood Studios gefallen.
An einem etwas heruntergekommen wirkenden Theaterbau vorbei erreichten wir schließlich eine verdächtig englisch aussehende Häuserfront. Und richtig, wie wir an dem dreistöckigen Bus davor erkennen konnten, hatten wir einen weiteren Harry Potter Bereich vor uns. Der lilafarbige Knight Bus war übrigens auch innen wie im Film mit Betten etc ausgestattet und vorn hing der sprechende Kopf, mit dem man anregende Diskussionen führen konnte. Offenbar war da irgendwo jemand mit Kamera versteckt, der auf einen reagieren konnte. So wurden wir gefragt, woher wir kommen, und auf die Antwort „Germany“ fing er an, wild herumzufabulieren, indem er das auf „Germ“, also Krankheitserreger reduzierte und dann von Hygienemaßnahmen schwafelte, etwas schräg, aber extrem amüsant.
Die Häuserfront daneben war dem Grimmauld Place aus den Filmen nachempfunden, und ab und zu sah man den grantigen Hauself Kreacher den Vorhang beiseite schieben und hinausschauen. Dann ging es in den eigentlichen Hauptbereich, die Diagon Alley, standesgemäß durch eine unscheinbare Ziegelwand hindurch. Die dabei enthüllte Zaubererwelt ist sehr eindrucksvoll inszeniert, da man erst nach mehreren Schritten sie vollständig erfasst bis hin zum Drachen, der oben auf der Gringotts Bank sitzt. Und ab und zu Feuer spuckt.
Diagon Alley hat uns ähnlich überwältigt wie der Potterbereich im Epic Universe, da er fast genauso detailliert und aufwändig gestaltet ist. Auch hier könnte man Stunden verbringen und würde trotzdem nicht alles mitbekommen. In der Hinsicht sind beide Bereich dem ursprünglichen Potterland in den Islands of Adventure nochmal deutlich überlegen, auch wenn der natürlich auch sehr schön gemacht ist.
Nach einer ersten Erkundungsrunde begannen wir Hunger zu spüren und es ging auch schon auf die 12h zu, daher begaben wir uns in den Leaky Cauldron aka Tropfender Kessel, ein sehr atmosphärisches Selbstbedienrestaurant mit solider, britisch inspirierter Küche. zB Pasties mit Rote Beete Salat.
Nach dem Essen ging es weiter auf Erkundungstour, die uns in die dunkelsten Ecken führte, sprich die Knockturn Alley, in der bekanntlich alle zwielichtigen Angebote der Zauberwelt versammelt sind. Ein Indoorbereich mit düsterer Himmelprojektion ähnlich dem Ministry of Magic in Epic und vor allem Shops, die eher einen gewissen Gothic oder Metal-Charakter ausströmten. In einer Ecke sah man auch das berühmte Vanishing Cabinet aus Harry Potter und der Halbblutprinz.
Wieder in freundlicheren Gefilden angekommen (Knockturn Alley hat 2 verschiedene Eingänge), steuerten wir nun die Hauptattraktion des Bereichs an, die Indoorachterbahn Gringotts im Bankgebäude. Da hier deutlich über eine halbe Stunde Wartezeit angegeben war, versuchten wir unser Glück mit dem SIngle Rider Zugang, allerdings warteten wir auch hier mindestens 20 Minuten, aber immerhin. Und wir kamen trotzdem in denselben Wagen, nur halt hintereinander, also ähnlich wie damals bei Test Track. Eine tolle Attraktion, eine Mischung von Dunkelachterbahn, Simulatorride und 3D-Videoscreens, die eine leicht veränderte Version des Gringotts-Einbruchs aus dem letzten Harry Potter Band/Film erzählt. Wieder mal ein exzellent thematisierter Wartebereich, wobei man allerdings als Single Rider das meiste davon nicht mitbekommt.
Damit war unsere Erstbesichtigung von Diagon Alley abgeschlossen und wir gingen zurück zum Ausgang, um dort gleich um die Ecke zum Hogwarts Express zu gehen. Hier durchwandert man zuerst längere Gänge, die an die Underground von London erinnern, muss zwischendurch beweisen, dass man tatsächlich ein Ticket für beide Parks hat (da man ja am Ende in den Islands of Adventure herauskommt) und sieht mit einem Spiegeltrick, wie Leute durch einen Pfeiler hindurch Richtung Gleis 9 3/4 verschwinden.
Schließlich betritt man den Bahnsteig, wo man den Hogwarts Express bestaunen darf, der technisch gesehen aber keine Eisenbahn, sondern eine Standseilbahn ist. Während der Fahrt sieht man durch die „Fenster“, die tatsächlich Bildschirme sind, unter anderem Eulen, Hagrid auf seinem Motorrad und natürlich dann Hogwarts vor der Ankunft. Man steigt aus und findet sich in Hogsmeade wieder, wie es sich gehört, nur dass man inzwischen den Park gewechselt hat. Wir schlenderten durch Hogsmeade bis zum Schloss, wo wir gleich zum Darkride Forbidden Journey gingen, da kaum Wartezeit.
Der Wartebereich ist gigantisch, mindestens so eindrucksvoll wie im Ministry of Magic und sogar noch abwechslungsreicher und vielfältiger, mit riesigen Hallen voller Portraits, die sich natürlich auch bewegen und miteinander reden. Man sieht so ziemlich das best of von Hogswart aus den Filmen: die Gewächshäuser, den Gryffindor-Raum, das Dumbledore-Büro, sogar der Sorting Hat sitzt mal auf einem Regal. Der Ride selbst nutzt Kuka-Roboterarme, auf denen jeweils vier Leute nebeneinander Platz haben, weshalb man sich etwas an Arthur erinnert fühlt. Ich vermute sogar, dass Arthur aus der Idee entstand, ein ähnliches Erlebnis wie hier zu bieten, bloß mit geringerem technisch Aufwand.
Wie bei Ministry of Magic und Monsters Unchained (der dasselbe System verwendet) wird man von Szene zu Szene geschwenkt, dabei mit Dementoren und Riesenspinnen konfrontiert, durch ein Quidditchspiel geschleust und vieles mehr. Von den großen Potter-Rides hat dieser mich am wenigsten beeindruckt, da man ihm sein Alter anmerkte: Die Screens waren flau und nicht besonders scharf, von den physisches Szenen hatte man den Eindruck, dass ein Gutteil nicht funktioniert, kurzum, eine Generalüberholung scheint mir hier angebracht. Ist ja auch schon 15 Jahre alt.
Toll wäre es, wenn man hier die brillanten LED-Wände von Ministry of Magic einbauen würde. So war es zwar nett, aber nach den bisher erlebten Krachern doch ein Abstieg. Irgendwo ironisch, da dieser Ride einer der Trigger dafür war, dass ich den Urlaub überhaupt anfing zu planen. Tja, das Bessere ist halt der Feind des Guten. Wie eingangs gesagt, etwas Pech, dass wir durch die WDW-Highlights und Epic inzwischen schon arg verwöhnt waren.
Wir überlegten, jetzt noch in den Islands of Adventure weiterzumachen, aber so langsam spürten wir doch sehr stark den intensiven Tag davor. Daher verschoben wir Velocicoaster und Konsorten erst einmal, und fuhren zurück zum Hotel. Leider verspürte ich auch ein bisschen Halskratzen, weshalb wir noch einen Abstecher zum gegenüber des Hotels liegenden Walgreens machten.
Walgreens ist eine Drogerie/Supermarkt-Kette, ein bisschen wie ein überdimensionierter DM. Dort erschraken wir erst einmal über die hohen Preise der frei erhältlichen Medikamente und holten dann eine Packung Kräutertee für die Zubereitung im Zimmer plus Halsbonbons. Den restlichen Tag ruhten wir im Wesentlichen aus und versuchten, unser Immunsystem zu stärken. Zwischendurch statteten wir aber auch mal dem Pool einen Besuch ab, was durchaus gut tat.
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Das könnte vielleicht daran liegen, dass da diese Tanzkurse etc. sind und dafür das Büffett erschwinglicher gemacht wird (und vermutlich auch ein bisschen abgespeckt in der Auswahl). Jedenfalls war es 2012 bei unserem ersten Besuch während des Eurodancefestivals dort so; keine Ahnung ob es immer noch so ist.
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Was mir gerade auffällt. Das Zitat des Sprechers ist eins zu eins der Text von einer Aussage im Dezember aus der Stuttgarter Zeitung: Neue Regeln in Baden-Württemberg: Was Wilhelma, SSB und Tripsdrill zum Rauchverbot sagen – und was schon gilt - Baden-Württemberg
Hat der das wirklich nochmal so gesagt oder hat sich BZ bei der SZ bedient?
Möglicherweise verwendet der EP derzeit einen alten Textbaustein, bis klarer ist, was sie machen werden. Ich finde nämlich auch, dass die Antwort des EP nicht besonders auf die neue Situation eingeht, sondern nur betont, was sie bisher gemacht haben. Sie werden aber mit Sicherheit nicht einfach das alte Prinzip weiterlaufen lassen können, da es in diversen Punkten nicht mit dem neuen Gesetz konform geht, wie hier schon angemerkt. Lassen wir uns überraschen.
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Ich frag mich immer wie der Park überhaupt wirtschaftlich vor Corona überleben konnte? 🤷♂️
Ich meine da kostete die "Jahreskarte" keine 200 Euro und es gab weder Sperrtage noch eine Gold oder Silberoption 🤣😂
Ich vermute stark, dass sich damals bereits seit Jahren allmählich eine deutlich Schere in der Wirtschaftlichkeit aufgetan hat, weil es immer mehr Jahreskartenbesitzer gab, was den Park letztlich Geld kostete. Wie in vielen anderen Fällen auch war Corona dann der Anlass, alte, nicht mehr wirtschaftliche Verfahren zu hinterfragen und zu korrigieren, das sieht man ja überall, auch außerhalb der Freizeitparks. Beispiel: Bis 2019 bot der EP jedem Inhaber eines Presseausweises einmal pro Jahr einen kostenlosen Besuch einschließlich einer Begleitperson an. Da gibt es jetzt auch nicht mehr, und ich kann das auch aus Parksicht verstehen. Anderes Beispiel: Restaurants stellen günstige Mittagessenkarten ein. Die Sauna im nächsten Ort bietet keine günstigeren 2-Stunden-Tickets mehr an sondern nur noch die teureren Tageskarten. Und und und. Solche Entscheidungen können für den Kunden oft negativ sein, machen aber für den Betrieb Sinn, und ein Ereignis wie pandemiebedingte Schließung kann den Auslöser liefern.
Bitte hört hier endlich auf regelrecht zu Betteln das die Preise steigen
!Das tut ja wirklich keiner. Aber sich mal über die wirtschaftlichen Zusammenhänge klar werden, schadet auch nicht.
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Es ist aber eben ein sehr knapp gehaltenes Angebot, wenn man plötzlich nicht mehr ganzjährig für die treuen Fans Jahreskarten anbietet.Ich glaube, genau hier liegt das Problem. Die momentane Jahreskarte passt eben nicht nur für die besonders treuen Fans, was auch immer das genau bedeutet. Es ist eine Art Mengenrabatt, der sich ab einer gewissen Anzahl Eintritten pro Jahr lohnt. Und ein Trick, Parktage entspannter verbringen zu können, da man weniger das Gefühl hat, den Einzeleintrittspreis sich lohnen lassen zu müssen; ein rein psychologischer Effekt.
Das Zielpublikum für den Resortpass überschneidet sich zwar mit der Menge der treuen Fans, ist aber bei weitem nicht deckungsgleich. Eine einfache Lösung kenne ich auch nicht, aber grundsätzlich ist da schon was wahres dran, dass eine deutliche Erhöhung, zB Verdoppelung des Preises, jenen Teil der Interessenten abschrecken würde, die sich schlicht berechnen, dass sie mit dem Pass billiger kommen als mit den angepeilten zB 6 bis 10 Besuchstagen im Jahr. Ich kann das mit Überzeugung sagen, denn ich gehöre selbst dazu.
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Fortsetzung und Abschluss von Tag 12 (Epic Universe)
Wir liefen durch den sehr atmosphärischen Themenbereich, wunderten uns über die seltsamen, pseudodeutschen Beschriftungen (Burgomaster, Das Stakehaus etc) und gingen dann Richtung Frankenstein Manor, bei dem sich immer wieder interessante elektrische Lichteffekte abspielten. Ich kenne ja die ganzen Filme nicht, auf die der Bereich sich bezieht, aber die unheimliche Stimmung kommt schon gut rüber.
Drinnen gibt es eine weitere Hauptattraktion des Parks, den Darkride Monsters Unleashed, den wir natürlich gleich mal mitnahmen. Auch die Innenausstattung ist angemessen düster, erinnert manchmal an den Tower of Terror und führt dann per Preshow in die Geschichte ein, dass eine Nachfahrin von Frankenstein seine Arbeit fortführt und nun alle möglichen Monster (aus dem Universal Filmkatalog) gefangen hat, um aus ihnen das ultimative Superwesen zusammenzubauen. Natürlich: Wie immer geht was schief, so dass man eine aufregende Fahrt erlebt, bei der die Monster ausbrechen und man ihnen nach und nach begegnet.
Der Wartebereich weist viele schöne Details auf und ist nach Harry Potter wohl der zweitbeste im Park (soweit wir sie gesehen haben). Die Fahrt selbst war recht wild, man wird heftig auf Roboterarmen von Szene zu Szene geschwenkt, manchmal auf den Rücken gelegt, und kommt kaum zum Schnaufen. Das Fahrsystem ist wohl dasselbe wie bei Harry Potter and the Forbidden Journey im Hogwarts Schloss in den Islands of Adventures, aber noch weiterentwickelt.
Und vor allem: Die Fülle an Animatronics ist eindrucksvoll, von Dracula über das Phantom der Oper bis zum Sumpfwesen, kommen sie alle der Reihe nach dran. Manchmal wird Universal eine zu starke Neigung zu bildschirmbasierten Attraktionen vorgeworfen, aber hier zeigen sie, dass sie auch anders können. Nach der Monstertour brauchten wir erst mal wieder eine kleine Pause; wir wanderten in den hintersten Teil zur alten Windmühle, die ab und zu in Flammen ausbricht (wir haben das leider immer verpasst), und in der sich ein passend gestalteter Imbiss befindet. Dort gönnten wir uns eine große Ofenkartoffel mit Sahne und Speck, die sehr lecker war.
Der Windmühlenimbiss von außen und von innen
Beim Mack Spinning Coaster Curse of the Werewolf war uns die Wartezeit mit knapp einer halben Stunde irgendwie doch zu lang, und wir fühlten uns auch etwas zu müde, um nochmal Monsters Unleashed zu machen, obwohl es das schon wert gewesen wäre. Der lange Tag und vermutlich auch die 11 Tage davor begannen, ihre Tribut einzufordern (schließlich sind wir auch nicht mehr die Jüngsten), und wir beschlossen, uns langsam Richtung Ausgang zu bewegen. Wir hatten zwar nur gut die Hälfte der 13 Attraktionen des Parks gemacht, aber damit alle für uns interessanten, und Potter sogar dreimal – das war uns wichtiger gewesen, als aus Gründen der Vollständigkeit alles mal abzuklappern. Und statt von Attraktion zu Attraktion zu hetzen, wollten wir lieber noch mehr die aufwändige detaillierte Thematisierung des Parks genießen. Inzwischen war es richtig dunkel geworden, sodass das Dark Universe besonders atmosphärisch wirkte.
Wir drehten eine kleine Runde durch den Celestial Park, wo auch gerade Wasserspiele im See liefen, und verabschiedeten uns vom Harry Potter Bereich; beide wirkten im Dunkeln nochmal ganz anders; man wollte eigentlich gar nicht gehen.
Bei Stardust Racers schauten wir auch vorbei, aber der lief eben immer noch nur mit einem Zug und einer Wartezeit von über einer halben Stunde, sodass wir auf eine Wiederholungsfahrt verzichteten. Es wäre schön gewesen, den Kometeneffekt Celestial Spin im Dunkeln zu erleben, aber dazu hätte es eben beide Züge gebraucht.
Worauf wir zum kulinarischen Tiefpunkt des gesamten Urlaubs kamen: Beim Vorbeigehen an einem Churrostand holten wir uns ein Exemplar für schlappe 8 Dollar, und das war der trockenste, zäheste und geschmackloseste Churro meines Lebens. Vermutlich lag er bereits seit Mittag dort herum. Aber die Enttäuschung war bald vergessen, wir schauten noch kurz in die ebenfalls toll gestalteten Shops beim Eingang, genossen ein letztes Mal die fantastische Beleuchtung des Parks und machten uns dann ziemlich erledigt, aber glücklich, dass wir diesen spektakulären neuen Themenpark erleben durften, auf dem Heimweg.
Ist das nun der beste Park in Orlando? Schwierig zu sagen, da Epic, Epcot, Hollywood Studios und Animal Kingdom alle so unterschiedlich sind, aber auf jeden Fall spielt er da ganz oben auf Augenhöhe mit und punktet mit seiner durchgehend extrem aufwändigen Gestaltung und einigen gigantischen Attraktionen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir mit der Auswahl dieses Sonntags in Punkto Wartezeiten und Besucherandrang einen Volltreffer gelandet hatten; an den meisten anderen Tagen, vor allem unter der Woche, muss es wesentlich übler gewesen sein, was uns den Eindruck hätte durchaus vermiesen können.
Tatsächlich ist die Kapazität des Parks das dringendste Problem, das sie dort jetzt lösen müssen (darin gleicht er dem Disneyland Paris). Es braucht einfach noch ein paar robuste „Menschenfresser“-Attraktionen, und zwar drinnen, damit sie unabhängig vom Wetter laufen können. Also vielleicht noch einen Endlossystem-Darkride bei Harry Potter, bei dem man durch Scamanders Koffer hindurchfährt und dabei an allen möglichen magischen Tieren vorbeikommt. Oder ein solches System im Dark Universe, das einen in die Historie von Darkmoor und Schloss Frankenstein einführt. Möglichkeiten gibt es ja genug, und Platz hat es auch noch, wenn man sich die Flugzeugaufnahmen des Areals ansieht. Gerüchterweise sind erste Erweiterungen schon in der Planung, man wird sehen, was die nächsten Jahre bringen. Auf jeden Fall hoffe ich, dass bei einem nächsten Besuch wir weniger davor zittern müssen, dreistellige Wartezeiten bei den Attraktionen zu sehen.
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Ich glaube, niemand hier fordert ernsthaft hässliche Raucherbereiche, um die Raucher abzustrafen, auch wenn das manchmal nach meinem Gefühl unterstellt wurde. Eine nette Bank, ein paar Blumenrabatten etc, gerne. Auch im Innern braucht es kein rostiger Sichtbeton sein. Aber extra aufwändig thematisiert muss dann ja wohl auch nicht extra sein, oder? Viele bedauern eben, dass wunderschöne Bereiche wie die Bar im Castillo für Nichtraucher schlicht nicht nutzbar sind, außer man ist völlig unempfindlich gegenüber den Rauchschwaden mit all ihren unangenehmen Folgen.
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Auf den Fotos sieht es ja richtig leer aus was EPIC angeht! Mega! Ich freue mich auch schon auf Januar 27 - da gehts für uns endlich auch mal wieder nach Orlando!

Ja, wie geschrieben war an dem Tag vergleichsweise wenig los. Laut Statistik wohl sogar einer der ruhigsten Tage des Sommers. Sonntage waren immer dramatisch weniger besucht als die anderen Tage. Aber natürlich gab es auch Bereiche, in denen viele Leute waren; die haben wir dann bloß meist nicht fotografiert. Gerade der Nintendobereich war schon recht dicht besucht.
Bis Januar 27 wird sich die Lage vermutlich stark verändern, da bis dahin es Jahreskarten geben dürfte. Ab dann werden die leeren Sonntage leider Geschichte sein, denke ich. Da müsst ihr dann halt die aktuellen Statistiken befragen. Aber ich denke, auch dann wird noch gelten: Epic ist die letzten paar Stunden am schönsten, sowohl vom schwindenden Andrang her als auch von der Atmosphäre durch die Beleuchtung. Mehr dazu demnächst im letzten Teil zu Epic

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Schnell mal den Pass meiner Frau reaktiviert; meinen habe ich Anfang Januar sowieso verlängert. Ging schnell und problemlos. War zufällig hier grad unterwegs, als die Nachricht aufkam; danke ans Forum fürs Update!
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Tag 12: Epic Universe (Fortsetzung wegen Überschreitung der Zeichenzahl)
Nach der Aufführung setzten wir unseren Rundgang fort in Richtung des Harry Potter Rides „Battle of the Ministry“. Und da dort nur 45 Minuten standen, wesentlich weniger als bisher an dem Tag (und fast immer sonst auch), gingen wir gleich rein. Tatsächlich waren es eher 20-25 Minuten, wir nahmen uns aber Zeit, den Wartebereich gebührend zu bewundern, denn das schlug wirklich alles, was wir bisher in der Hinsicht gesehen hatten.
Nachdem man durch „Metro“-Tunnel geleitet wird, darf man das Zauberer-„Floo“-Netzwerk betreten, das einen unmittelbar an einen anderen gewünschten Ort versetzt, natürlich unter heftigem Aufwallen grünen Rauches.
Das Ziel ist das Zaubereiministerium in London, und das wurde tatsächlich aus den Filmen mehr oder weniger 1 zu 1 nachgebaut.
Eine gigantische Anlage, in der man am liebsten verweilen würde, aber es war ja nur ein kleiner Teil der Warteschlange. Und die zog sich dann durch zig anderen Räume und Gänge, einschließlich dem aufwändig dekorierten Büro von Dolores Umbridge, deren Gerichtsprozess das Thema des Rides ist.
Die Gute ist nämlich ausgebrochen und will mittels Zeitumkehrern ihre Verhaftung verhindern. Dass sie damit die Wiederkehr von Voldemort ermöglicht, stört sie dabei nicht im Mindesten, im Gegenteil. In ihrem Büro kann man sich an einer Hauselfenanimatronics erfreuen, die einige Hintergrundinformationen erzählt, sowie an unzähligen lebenden Katzenbildern und einem selbsttätig arbeitenden Staubwedel an einem Bilderrahmen.
Schließlich erreicht man die Beladestation, die ebenfalls den Filmen nachgestaltet wurde, und wo man in Aufzugkabinen Platz nimmt.
In der Harry Potter Welt fahren Aufzüge nicht nur nach oben und unten, sondern in alle Richtungen, und genau das passiert dann auch, während man auf überdimensionalen Videoscreens kombiniert mit realen Animatronicszenen sich zusammen mit Harry und seinen Freunden auf die Jagd nach Umbridge macht und dabei unter anderem in Duelle mit Death Eatern und eine Konfrontation mit ausgebrochenen magischen Kreaturen (die damit die Brücke zum restlichen Themenbereich schlagen) gerät. Höhepunkt ist eine eindrucksvolle Szene, in der quasi Raum und Zeit aus den Fugen geraten, bis am Ende alles wieder gerichtet wird.
Besonders beeindruckend empfand ich bei diesem Ride, wie gut die Screens und die Realszenen verschmelzen; so sieht man zB mal Death Eater im Vordergrund agieren und Hermione etc. auf der Leinwand dagegen halten, und man muss schon zweimal hinsehen, um sicher zu sein, was nun echt ist und was nicht. Das wird nicht wie früher durch 3D-Technik erreicht, sondern durch extrem hoch auflösende, lichtstarke und kontrastreiche LED-Wände, gegen die die üblichen Projektionen ziemlich flau aussehen. Daher habe ich hier auch das Fehlen von 3D gar nicht vermisst.
Offenbar wendet sich Universal ohnehin wieder von 3D ab, was dort im Gefolge der 3D-Welle bei Kinofilmen fast flächendeckend eingeführt wurde, aber dann teilweise auch wieder abgeschafft, da es wohl zum Einen auf Dauer recht teuer ist, zum anderen auch einigen Besuchern Unwohlsein verursacht. Auch bei Disney ist man ja gerade dabei, bei Ratatouille von 3D wieder auf 2D umzustellen und dafür noch ein paar zusätzliche Realobjekte einzubauen. Obwohl ich ein großer 3D-Verfechter in meinem Heimkino bin, sehe ich die Entwicklung in den Parks inzwischen positiv, vor allem, falls sich hoffentlich diese hochwertigen LED-Screens weiter durchsetzen. Natürlich korrekt eingesetzt und nicht so wie im Josephinatunnel, wo man die einzelnen LEDs abzählen kann.
Unterm Strich hat mich der Ride extrem begeistert, und kurzzeitig war ich am Überlegen, ob er Rise of the Resistance als meinen Favoriten ablösen könnte. Letztlich muss er sich aber doch mit einem guten 2. Platz begnügen, da Rise mit seinen aufwändigen Preshows und dem Einsatz von rollenspielenden Mitarbeitern hier noch zusätzliche Punkte macht.
Nach diesem Erlebnis war allmählich Mittagessenszeit. In einer etwas düsteren Seitengasse des Themenbereichs entdeckten wir das Selbstbedienrestaurant „Le Goblet Noir“, das ziemlich versteckt ist, so dass dort sogar ein Mitarbeiter davor stand, um Besucher darauf aufmerksam zu machen. Man geht dann erst durch einige enge Gänge, bis man das eigentliche Lokal betritt. Dort stärkten wir uns etwas und gönnten uns auch ein Frozen Butterbeer, das recht gut schmeckte.
Wir spazierten dann noch etwas weiter durch den Harry Potter Bereich, aber dann kehrten wir langsam durch den Celestial Park zurück zur Bushaltestelle, um uns im Hotel etwas auszuruhen. Aber unser Besuch im Epic Universe war noch lange nicht zu Ende, denn ich hatte gelesen, der Park sei im Dunkeln nochmal ein ganz besonderes Erlebnis. Daher machten wir uns gegen 17h30 wieder auf den Weg.
Und kehrten im Park schnurstracks wieder in die Zauberwelt zurück, denn nun waren gerade mal 15 Minuten bei der Battle of the Ministry angeschrieben, was in der Realität auf nur wenige Minuten Anstehen hinauslief. Natürlich machten wir das Ganze danach gleich nochmal, weil es so schön war. Insofern eine schöne Parallelität zu unserem Doppelschlag bei Rise of the Resistance.
Wir hätten den Ride auch glatt noch ein viertes Mal gemacht, aber wir wollten noch in die zweite große Show des Parks, The Untrainable Dragon, die um 19h starten würde. Daher wanderten wir nun noch einmal zu den Drachen, wo die Abendsonne ein paar schöne Fotos ermöglichte.
Und dann ging es in die Show, wo wir wenige Minuten vor Beginn noch hineinwitschten. Ebenfalls eine tolle Inszenierung mit Live-Trommlern und großen Drachenpuppen, sehr aufwändig gemacht.
Beim Hinausgehen hörten wir dann tatsächlich wieder einen inzwischen vertrauten badischen Dialekt: Parkfan95 ging einige Schritte vor uns; wir waren also tatsächlich wieder am gleichen Tag im gleichen Park gewesen. Er hatte wohl ebenfalls die Vorstellung besucht und erzählte gerade seiner Gopro davon. Da wollten wir nicht stören und gingen weiter, vorbei am Meeting Point für den schwarzen Drachen Toothless, auf den wir damit auch einen Blick erhaschen konnten, Richtung Dark Universe, den letzten Teil des Parks, den wir bisher noch nicht besucht hatten. Ihn hatte ich mir extra für den Einbruch der Dämmerung aufgespart, was mir nur angemessen erschien für die richtige Atmosphäre.
(Fortsetzung folgt) -
Tag 12: Epic Universe
Vorweg eine kleine Warnung: Das wird jetzt richtig lang!
Und vermutlich nicht in einen einzelnen Beitrag passen.Als ich mit der Planung des Urlaubs begann, hatte ich Epic Universe ehrlich gesagt überhaupt nicht auf dem Schirm; ich wusste nicht einmal, was da geplant war. Und als ich irgendwann davon mitbekam, dachte ich insgeheim „Das wird eh nicht rechtzeitig fertig für uns“. Doch dann wurde ein Öffnungsdatum für Ende Mai angekündigt, und damit waren aus 7 Themenparks 8 geworden, die auf der Liste standen. Allerdings war der Ticketverkauf anfangs streng limitiert auf 1-Tages-Tickets und mir war zunächst nicht klar, wie ich da am besten vorgehen sollte.
Wir hatten uns im Frühjahr 2024 zu den Hotelreservierungen schon ein 14-Tage-Ticket von attractionstickets.com für die drei bisherigen Universalparks geholt, da dies die günstigste Möglichkeit für mehr als 4 Tage war. Nun kam eine Mail reingeflattert mit dem Angebot, zum Sonderpreis noch ein einzelnes Tagesticket für Epic dazu zu buchen. Da konnte ich schlecht ablehnen, schließlich wäre es ja doch etwas blöd gewesen, dorthin zu fahren und dann diesen brandneuen Park links liegen zu lassen.
Die große Frage war aber: Wann wäre es am sinnvollsten, dieses Einzelticket einzulösen? Anders formuliert: An welchem Tag würden wir am ehesten nicht mit Wartezeiten im dreistelligen Bereich konfrontiert werden, wie es laut Wartezeitenapp sehr oft der Fall war?
Die Analyse der bisherigen Wartezeitenstatistik ergab für mich klar, das eher unerwartet der Sonntag der vielversprechendste Tag in der Woche war. Vermutlich hing es damit zusammen, dass Jahreskartenbesitzer bisher nicht ins Epic durften und Touristen eher unter der Woche den Park ansteuerten. Da auch die Wettervorhersage ordentlich aussah (in Epic sind viele Bahnen draußen und schließen beim kleinsten Anzeichen eines Gewitters), ging es also heute, am Sonntag, in den neusten Park in Orlando.
Ich war da schon etwas aufregt, denn wann hat man schon die Chance, einen nagelneuen Freizeitpark mit einer Investition von gerüchteweiser 7 Milliarden Dollar kurz nach Eröffnung zu besuchen? Zudem war es hier am schwierigsten, einen Plan vorab zu erstellen, denn es fehlten schlicht die Langzeiterfahrungen. Auch waren wohl viele Abläufe noch nicht eingespielt und die Attraktionen noch nicht 100% ausgereift, sodass man mit häufigen Downtimes rechnen musste. Und nicht zuletzt hatten wir eben nur einen Schuss frei: Was an diesem Tag nicht klappte, konnten wir nicht an einem anderen nachholen wie in den anderen Parks.
Der Park machte offiziell erst um 10h auf, für Hotelgäste um 9h, aber wir wollten ja nichts verpassen und nahmen bereits einen Bus um zehn nach acht. Entsprechend standen wir erst einmal eine Weile vor geschlossenen Toren, die sich aber kurz nach halb neun schon öffneten. Für den Early Entry hatte der Super Nintendo Bereich offen sowie die zentral gelegene Doppelachterbahn Stardust Racers. Außerdem konnte man sich bereits für Harry Potter and the Battle of the Ministry anstellen, die allerdings laut Aussagen der Mitarbeiter nicht vor 10h aufmachen würde, und das auch ohne Garantie, womit diese Option für uns ausfiel.
Da ich wusste, dass die meisten Besucher als erstes ins links gelegene Nintendoland streben würden, das uns aber weniger interessierte, stellten wir uns vor Öffnung an der rechten Seite an und gingen dann erst mal Richtung Stardust Racers. Dabei konnten wir bereits erst Einblicke in die wunderschöne Gestaltung des zentralen Celestial Parks erhaschen.
Bei der Doppelachterbahn Stardust Racers von Mack Rides war wenig los, vermutlich drängten sich alle bei Nintendo. Beide Bahnen fuhren, der Nebeleffekt war an und sah im morgendlichen Sonnenschein schön aus.
Nach dem obligatorischen Wegschließen unserer Habseligkeiten per Gesichtserkennungs-Schließfächer konnten wir bis zur Station durchlaufen und auch bald einsteigen; wir waren auf der „yellow“ Seite. Und schon ging es los, unser erster Ride im Epic Universe. Und der war schon mal nicht von schlechten Eltern, eine sehr intensive Fahrt, die an eine Kreuzung aus Blue Fire, Voltron und Silver Star erinnert. Der Celestial Spin, bei dem sich beide Züge umeinander drehen, war auch recht eindrucksvoll. Insgesamt hat es uns sehr gefallen, sodass wir uns gleich noch einmal anstellten, diesmal bei der grünen Seite, um die andere Bahn auch zu erleben.
Doch dann schlug der Fluch des Epic Universe zu: Es ging nicht voran, eine Durchsage erzählte etwas davon, dass es eine kleine Pause gebe, da ein zusätzlicher Zug auf die Schienen käme. OK, dachten wir, dann warten wir eben, wird schon nicht lange dauern. Pustekuchen, es tat sich nichts und man sah Mitarbeiter hektisch diskutieren und mit den Armen wedeln. Nach einigen Minuten war in der Durchsage dann nur noch von einem „Delay“ die Rede, also einer generellen Verzögerung wegen technischer Probleme.
Wir zogen die Reißleine und verließen die Warteschlange. Das war wohl auch richtig, denn die Bahn blieb mehrere Stunden lang geschlossen und öffnete dann nur noch auf einer Seite. Dadurch blieben allerdings die Wartezeiten bis zum Abend relativ hoch, sodass wir unsere ursprüngliche Idee, das Ding im Dunkeln nochmals zu erleben, nicht mehr umsetzten und die Bahn damit insgesamt dann doch nur einmal gefahren sind.
Wir liefen nun einmal quer über den zentralen Celestial Park, warfen einen Blick im Vorübergehen auf die Portale zu den verschiedenen Themenbereichen und steuerten nun den anfangs verschmähten Nintendobereich an. Es war inzwischen halb zehn, und meine Überlegung war, dass nun der erste Andrang abgeflaut sein könnte und nun vor der generellen Öffnung um 10h ein guter Zeitpunkt wäre.
Es war zwar trotzdem viel los, aber man kam durch und konnte sich an quietschbunten Farben und videospielinspirierten Formen erfreuen. Uns sagte das alles nichts, da wir Namen wie Nintendo und Mario nur vom Hörensagen kennen und generell nichts mit Videospielen am Hut haben.
Ein Blick in die App sagte uns, dass die Wartezeiten für einen Darkride namens Bowser uns zu lang waren, aber beim „Donkey Kong Mine Cart“ für Single Rider nur 5 Minuten standen. Also schlugen wir uns in den hinteren Teil des Lands durch, wo diese Achterbahn zu finden war, und kamen tatsächlich nach kürzester Wartezeit an die Reihe. Rückblickend hatten wir da wohl Glück und gutes Timing, da diese Bahn meist sehr hohe Wartezeiten wegen schlechter Kapazität und häufiger Downtime hat, und Single Rider nur gelegentlich geöffnet wird.
Die Fahrt selbst war mäßig spannend, vielleicht sagt sie jemand mit Ahnung von diesen Spielen mehr. Der Gag daran ist, dass die Schienen immer wieder mal zwischendurch kaputt sind und die Wägen aber trotzdem über die Lücke hinweg weiterholpern, da die sichtbaren Schienen nur Deko sind und echten, durchgängigen Schienen darunter verborgen.
Eigentlich ganz nett, nur war das mit Holpern bewusst so formuliert, denn an diesen Stellen bekommt man jeweils einen üblen Schlag versetzt, der zwar thematisch passt, aber trotzdem unangenehm ist. Daher fällt auch diese Bahn unter die Kategorie „einmal und nie wieder“, zumal die Thematisierung jetzt auch nicht gigantisch war. Mittendrin blieb der Zug mal längere Zeit stehen, so dass ich in Ruhe das Handy zücken und ein Foto machen konnte:
Damit war dieser Bereich für uns abgehakt, und wir gingen zu einem anderen, mit dem wir mehr anfangen konnten, da wir die Drachenzähmen leichtgemacht Filme kannten: Isle of Berk.
Hier waren wir sehr angetan von der Vielfalt der Details und der liebevollen Gestaltung. Allerdings zog es uns dann doch bald zur Hauptattraktion, der Achterbahn Hiccups Wing Gliders, auf der man einen Flug auf einem Drachen absolviert. Auch hier hielt sich die Wartezeit glücklicherweise in Grenzen, so dass wir nach ca 20 Minuten drin saßen. Leider sind die Sitze etwas unbequem, jedenfalls drückten uns die Bügel an die Beine, wobei wir sonst nie solche Probleme haben. Und dass anfangs bei der Fahrt keine Musik lief, war wohl auch nicht im Sinne des Erfinders. Aber trotzdem eine schöne Fahrt, die Spaß macht.
Die beiden anderen, kleineren Attraktionen haben wir uns gespart, denn nun wollten wir doch allmählich mal in Richtung Harry Potter gehen. Und dieser Bereich ist tatsächlich für uns auch das absolute Highlight des Parks. Die aufwändige, von Details nur so strotzende Nachbildung des Zauberer-Paris von 1930 hat uns schier sprachlos gemacht. Um die vielen Einzelheiten aufzunehmen, müsste man da Tage drin verbringen. Die hatten wir nicht, daher beschränkten wir uns auf einen Rundgang, um einen Überblick zu bekommen.
Dann sahen wir, dass eine Vorstellung der Show „Cirque arcanus“ in einigen Minuten beginnen würde, daher stellten wir uns gleich mal an. Von außen sieht man nur ein eher kleines rotes Zelt, aber das ist nur der Beginn des Wartebereichs, der sich in den Häusern dahinter fortsetzt, in eine aufwändige Preshow mündet, die bereits mit einer Kombination von Schauspielern, Videoprojektionen und Puppen in die Geschichte einführt, und schließlich betritt man das eigentliche Theater, in dem Show dann stattfindet. Diese hat uns absolut begeistert, auch hier eine tolle Kombination von Schauspiel, Puppenspiel, aufwändiger Bühnengestaltung, Videoeffekten. Zunächst geht es um die Zirkusaufführung, aber dann dringt die Handlung tief in den magischen Koffer von Newt Scamander mit all seinen Tieren ein.
Teil des Wartebereichs
Detail der Preshow
Fantastische Tierwesen in Newt Scamander´s Koffer
(Fortsetzung folgt)
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Du hast das Prinzip nicht verstanden: Du sollst den Pass ja nicht nur für ein Jahr kaufen, sondern immer. Dann ist das nämlich egal.

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Tag 11: Fortsetzung in neuem Beitrag wegen Überschreitung der Zeichenbegrenzung:
Im Hotel erwartete uns dann eine kleine Überraschung. Beim Check-in war ich nach Wünschen gefragt worden, und da meinte ich, wenn möglich wäre oberster Stock schön, wegen Aussicht und Ruhe von oben. Mein Gegenüber sagte dann nur lächelnd, er schaut mal und denke, das klappt. Was ich nicht wusste: Im obersten Stock sind keine normalen Zimmer, sondern Suiten. Und so wunderten wir uns etwas, dass das Zimmer doch recht groß wirkte, eine Essecke mit Mikrowelle hatte und es noch ein zweites kleines Schlafzimmer gab. Da hatten wir natürlich nichts dagegen, weil wir nun das zweite Zimmer als Abstellraum für die Koffer nutzen konnte und insgesamt mehr Platz hatten. Plus einen richtigen schönen Kühlschrank, in dem wir die mitgebrachten Esssachen gleich unterbrachten.
Von der Innengestaltung sah diese Suite allerdings genauso aus wie die Zimmer; es ist also nicht so, dass die Suiten auch noch luxuriöser eingerichtet sind, sie sind einfach für mehr Leute bzw. Familien vorgesehen. Die Gestaltung ist zwar schlicht, hat uns aber gut gefallen. Man merkte auch, dass das Hotel moderner war als das bei Disney, so gab es keine angemoderten Ecken, und man fand auch mehr USB-Stecker zum Laden der Elektronik. Und die Klimaanlage war zwar auch gut hörbar, aber weniger flugzeugturbinenhaft als im Caribbean Beach. Insgesamt schienen uns beide Hotels ungefähr vergleichbar, wobei das Caribbean Beach aber ein Moderate ist und das Endless Summer die unterste Preisklasse darstellt. Die Betten waren in beiden sehr bequem, und auch hier verbrachten wir eine erholsame erste Nacht. Das war auch gut, denn am nächsten Tag wartete ein weiteres, intensives Highlight auf uns: Epic Universe!
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Tag 11: Universal Islands of Adventure
Samstag, der letzte Morgen in Disney World. Heute kein Parkbesuch mehr, daher konnten wir etwas ausschlafen und ein gemütliches Frühstück in Form von tropischen Pancakes und Omeletten auf der Terrasse des Centertown genießen, dem Selbstbedienungsrestaurant des Caribbean Beach. Und ein paar letzte Fotos schießen. Dann ging es erst einmal ans restliche Packen, denn wir mussten bis 11h das Zimmer räumen. Wir brachten unser Gepäck zum Hauptgebäude, wo wir ein frühes Mittagessen einnahmen.
Ein letzter Blick auf „Jamaica“ mit unserem Zimmer.
Danach hatten wir aber immer noch 10 Meal Credits vom Dining plan übrig, da wir uns in Epcot vorwiegend über Snacks verköstigt hatten und wir uns manchmal auch eine Mahlzeit geteilt haben, wenn wir nicht so hungrig waren. Was tun? Wir studierten die Angebote zum Mitnehmen und deckten uns reichlich ein mit diversen eingepackten Sandwiches, Wraps und Salaten. Dazu gab es Chipstüten und Getränkeflaschen. Insgesamt beluden wir damit zwei riesige Taschen, die wir am Vortag eigentlich nur wegen dem Disney World Motiv gekauft hatten. Dann füllten wir noch ein paar leere Flaschen mit Eis aus dem Getränkeautomaten und legten die oben drauf zur Kühlung. Die grundlegende Verpflegung der nächsten Tage wäre damit also gesichert; immerhin hatten wir bei Universal keinen Dining Plan und mussten die Essenssituation dort erst mal erkunden.
Deckenbeleuchtung im Restaurant des Caribbean Beach Resort.
Dann orderten wir einen Lyft (um auch hier mal die Konkurrenz zu testen, in dem Fall zu Uber) für die etwa zwanzigminütige Fahrt zu unserem neuen Hotel, dem Endless Summer Surfside. Der Check in ging ebenso rasch und problemlos wie bei Disney, worauf wir das Gepäck bei der Aufbewahrung abgaben (das Zimmer war noch nicht fertig), uns im Starbucks in der Lobby einen guten Kaffee gönnten (Juhu, kein Joffreys mehr!), und uns dann mit dem Shuttlebus auf den Weg machten, um einen ersten Eindruck der Themenparks zu gewinnen.
Deckenbeleuchtung der Endless Summer Surfside Lobby
Doch zuerst muss man nach der Bushaltestelle erstmal durch die große Sicherheitskontrolle, die hier für den gesamten Komplex beider Parks plus Citywalk (das Gegenstück zu Disney Springs bzw. Disney Village in Paris) gilt und entsprechend durch die Massenabfertigung eine gewisse Flughafenatmosphäre verbreitet. Und auch die Technik entspricht eher der beim Flughafen, denn während man bei Disney mit seinem Gepäck durch den Detektor läuft und dabei tunlichst alle Taschen an weit von sich weg gestreckten Händen hält, und Regenschirme nochmal extra gut sichtbar, damit man nicht zur Taschenkontrolle gebeten wird, legt man bei Universal sein Zeug einfach aufs Band und holt es wieder, nachdem man selbst durch den Detektor durch ist. Welche Methode besser ist, weiß ich nicht. Schafft man es, mit den genannten Tricks bei Disney eine Taschenkontrolle zu vermeiden, ist das vermutlich schneller, andernfalls dürfte Universal gewinnen.
So oder so wanderten wir dann durch den Citywalk, eine etwas chaotisch wirkende Ansammlung von Restaurants und anderen Unterhaltungsmöglichkeiten, die wir nicht näher betrachtet haben. So richtig gefallen hat uns das nicht, es wirkte wesentlich weniger hochwertig als alles, was wir in Disney World gesehen hatten, und erinnerte uns stark an das Village des Disneyland Paris, das uns ähnlich wenig erfreut hat und sich ebenso kaum umgehen lässt, wenn man zu den Parks laufen will.
Schließlich kamen wir zu der Stelle, wo wir uns entscheiden mussten: nach rechts zu den Universal Studios oder nach links zu den Islands of Adventure? Eigentlich hatte ich vorgehabt, hier chronologisch vorzugehen und zuerst die Studios als den älteren Park anzusehen, aber vor Ort entschied ich mich spontan dann für die Islands, da hier die Wartezeiten laut App etwas niedriger schienen und der Park als solches nach den Beschreibungen mich mehr interessierte. Nicht zuletzt hatte Parkfan95 ihn ja als besten Park der Welt deklariert, das ist ja schon mal eine Ansage.
Und gleich der Eingangsbereich Port of Entry hat mich mit seiner Detailvielfalt und Verspieltheit überrascht und begeistert. Im Grunde könnte man dort bereits erst mal eine Stunde verbringen, um alles aufzunehmen, aber die Attraktionen im Park lockten dann doch zu sehr.
Port of Entry in den Islands of Adventure
Doch wohin zuerst? Rechts rum Richtung Seuss Landing und Harry Potter oder links zu den Comicbereichen? Es war Samstag, die Wartezeiten lagen entsprechend eher etwas höher, aber bei Spiderman standen nur 10 Minuten. Daher steuerten wir als erstes diesen Darkride aus dem Eröffnungsjahr des Parks 1999 an. Ich hatte schon viel Gutes darüber gehört, und das bewahrheitete sich auch. Schon die Warteschlange war hübsch als Zeitungsredaktion thematisiert:
Vor allem aber war mir dieser Typ von Fahrgeschäft unbekannt, eine Art Hybrid aus 3D-Darkride und Simulatorride. Einige Momente in Rise of the Resistance gingen in eine ähnliche Richtung, aber in der Konsequenz hat es uns überrascht und überwältigt, mit welcher Rasanz man hier durch die Szenen geschleudert wurde. Nichts mit gemütlichem Betrachten oder so, da wagt man kaum zu blinzeln, man könnte ja was verpassen. Insgesamt ging das alles mir mit meinem inzwischen nicht mehr so ganz jugendlichen Gehirn ein wenig ZU rasant, um alles aufzunehmen, aber auf jeden Fall äußerst beeindruckend.
Der Comicbereich als solcher hat mir dagegen nicht besonders gefallen, er war sehr plakativ gehalten, wirkte fast etwas billig, und man wurde auch sehr stark mit lauter Musik beschallt, was mich eher störte. Daher ging es schnell weiter zum nächsten Themenbereich, der ebenfalls ziemlich cartoonhaft wirkt. Dort gibt es vor allem 2 Wasserbahnen, bei denen man offenbar massiv durchweicht wird, weshalb wir fürs erste darauf verzichteten. Schließlich zeichneten sich bereits drohende Gewitterwolken am Horizont ab.
Mack Rides lassen grüßen, auch in Orlando gibt es einen „Flume“ von ihnen. Sogar gleich mit Doppelabfahrt.
Also weiter! Nun wurde es düster: Kong Skull Island war das folgende Thema mit einem Fahrgeschäft, bei dem man in riesigen Lastwägen entlang ebenso riesiger Leinwände gekarrt wird, auf denen diverse Filmszenen laufen mit Dinosauriern, Monstern, schreienden Menschen und viel Getöse. Am Ende kommt noch eine ebenfalls riesige Animatronic von King Kong, die schon Eindruck schindet. Insgesamt hat uns aber der Ride weniger überzeugt als Spiderman. Lag vielleicht auch ein wenig daran, dass unser Lastwagen kurz vor dem Ende eine ganze Weile stehen blieb und man sich schon fragte, ob man hier jetzt übernachten muss.
Schon im Wartebereich wird düstere Stimmung verbreitet
Aber irgendwann ging es dann doch weiter und wir konnten aussteigen. Als wir zum Ausgang kamen, ereilte uns ein kleines Dejavu, denn es regnete mal wieder kräftig. Die Gewitterwolken hatten also ihre Drohung wahr gemacht. Immerhin hatten wir hier genug Muße und Platz, unsere Regencapes herauszuholen und überzustreifen, worauf wir zum gegenüber liegenden Dinosauriershop rannten, denn dort fing dann schon der nächste Themenbereich an: Jurassic Park/World.
Bald wurde der Regen schwächer, hörte aber nicht ganz auf. Wir flüchteten aus dem wie immer zu stark gekühlten Shop in die nahe gelegenen Höhlengänge des Jurassic Camp, die wir dann erkundeten. Zwar gab es auch dort einige überraschende Wasserspritzeffekte, aber man wurde doch weniger nass als draußen. Das Höhlensystem hat uns an die Piratenhöhlen im Disneyland Paris erinnert und ist auf jeden Fall mal einen Abstecher wert.
Das Jurassic Discovery Center dagegen hat uns wenig angesprochen. Da gibt es ein paar interaktive Spielchen für Kinder, einen Imbiss und einen Shop. Und ein Dach gegen den Regen; der aus meiner Sicht größte Vorteil. Glücklicherweise war der Regen dann doch bald ganz zu Ende, und wir machten uns auf den Weg zum Lost Continent.
Das ist ein sehr schöner, aber etwas vernachlässigt wirkender Themenbereich, da er inzwischen keine echte Attraktion mehr aufweist, sondern nur Shops, Restaurants und einen sprechenden Brunnen, der mit Besuchern interagiert und einen manchmal nassspritzt. Die Thematisierung dagegen ist erste Sahne, ein Mix aus antiken Mythologien und orientalischem Flair. Schade, da könnte man echt mehr daraus machen. Allerdings gibt es inzwischen einige Gerüchte, dass dieser Teil demnächst umthematisiert werden und neue Attraktionen erhalten soll.
Angefangen hat der Niedergang bereits um 2010, als ein Teil des Areals für den damals neu entstehenden Harry Potter Bereich umgenutzt wurde. Und zu dem gingen wir nun als letztes an dem Tag, um uns auch hier einen ersten Eindruck zu verschaffen.
Zunächst betritt man das aus den Filmen bekannte Dorf Hogsmeade, in schönstem Winterdekor trotz über 30 Grad, und wie man sieht mit sehr vielen Besuchern, die die zahllosen Shops besuchen oder mit Zauberstäben vor den Schaufenstern wedeln, um Effekte auszulösen. Wir streiften ein wenig durch die Straße bis hin zum Schloss Hogwarts, in dem sich ein großer Darkride befindet. Allerdings war uns die angeschriebene Wartezeit von 45 min zu lang, ich wusste, dass das oft schneller geht, und wir wollten dann auch langsam zurück zum Hotel, um unser Zimmer zu beziehen.
Außerdem fing es mal wieder an zu regnen, und leider mussten wir an der Bushaltestelle sehr lange auf einen Bus zum Hotel warten, da es offenbar Verkehrsstaus gab, nicht zuletzt, da größere Menschenmengen gerade auf dem Weg ZU den Universalparks waren wegen der Abendveranstaltung Halloween Horror Nights, sozusagen dem Gegenstück zu Traumatica. Aber schließlich erreichten wir dann doch das Endless Summer, um das Gepäck zu holen und das Zimmer zu beziehen.
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Tag 10: Magic Kingdom, Epcot
Tatsächlich nahte nun schon unser letzter Tag in Disney World, zumindest der letzte volle Tag mit einem Parkbesuch. Zum Abschluss ging es noch einmal ins Magic Kingdom, da wieder abends früher wegen der Halloweenparty geschlossen wurde und entsprechend weniger los sein sollte. Heute machte der Park im Unterschied zur Woche davor allerdings nicht schon um 8h auf, sondern ganz normal um 9h. Entsprechend war auch ein bisschen mehr Publikum versammelt, als wir vor dem Einlass darauf warteten, dass wir hineinkonnten.
Und auch die Schlange vor dem Seven Dwarfs Mine Train, mit dem wir wieder den Tag starten wollten, zog sich einiges länger hin. Aber wieder wurde man sehr früh zum Bahnhof gelassen und konnte letztlich fast durchlaufen, da die Abfertigung doch recht effizient ist.
Dann kam gerade gegenüber der Winnie Puh Ride an die Reihe, auch ganz nett, worauf wir rüber ins Tomorrowland wechselten, wo heute nun auch endlich Space Mountain geöffnet war. Es war so wenig los, dass wir einen Zug für uns allein hatten.
Die Fahrt selbst war allerdings sehr ruppig und unangenehm, an einer Stelle hat es so stark geschlagen, dass wir etwas Angst um unsere Halswirbel hatten. Daher ist das für uns definitiv etwas, das man einmal und dann nie wieder macht. Das interessanteste dran waren noch die thematisierten Szenen nach den Ausstieg; offenbar sollte man den Eindruck gewinnen, dass man nun auf einem fremdem Planeten gelandet ist. Etwas skurril, aber ganz nett.
Danach ging es so ähnlich weiter wie eine Woche zuvor, nur in anderer Reihenfolge: Piraten der Karibik, Haunted Manson, Jungle Cruise, Tiana, alles praktisch ohne Wartezeit, und dann noch einen Abstecher in das Baumhaus der Swiss Family Robinson, das es so ähnlich ja auch in Paris gibt. Nach einem Imbiss im Friars Nook konnte meine Frau dann doch nicht der Versuchung widerstehen, ein Foto mit Rapunzel und Tiana in der Princess Fairytale Hall zu machen, da es auch da keine nennenswerte Wartezeit gab.
Und weil sie schon mal dabei war, schleifte sie mich dann auch noch zu Mickey Maus im Zaubererkostüm, der vorn im Park in einem theaterähnlichen Gebäude auf Kundschaft wartete. Nun ja, muss halt wohl schon mal sein.
Nach etwas Stöbern in den Shops fuhren wir zum Abschluss noch mit der Railroad am Tomorrowland vorbei bis zum Fantasyland und wieder zurück. Wegen der großen Umbauten im Bereich der ehemaligen Rivers of America und Tom Sawyer Island, die alle auch im Wortsinn inzwischen der Vergangenheit angehören, fährt die Dampflok nämlich bis auf weiteres nur einen Teil der Rundstrecke.
Damit war das Magic Kingdom für uns abgehakt. Ein schöner Park mit deutlich mehr Attraktionen als die anderen drei, was einen klaren Pluspunkt darstellt, aber auch den einzigen. Letztlich hat er dann doch nur die Nummer 4 in der Rangliste für uns, da das absolute Wow-Erlebnis fehlte. Wobei natürlich alle 4 Parks uns sehr gut gefallen haben.Der Tag war allerdings noch lange nicht für uns abgehakt, denn jetzt nahmen wir die Monorail nach Epcot, um dort auch mal durch den Haupteingang reinzukommen und noch einmal das kulinarische Angebot zu genießen. Worauf es prompt zu regnen anfing und wir uns ins Disney and Pixar Short Film Festival retteten. Eigentlich einfach ein Kino, in dem 3 Kurzfilme gezeigt werden, die man vielleicht auch schon gesehen hat, allerdings sehr schön in 3D und mit zusätzlichen 4D-Effekten präsentiert. Insofern genau das richtige, um einen Guss abzuwarten.
Bald kam auch wieder die Sonne heraus und wir spazierten noch einmal quer durch Epcot, immer wieder mal für einen Imbiss an einer der Food Festival Booth pausierend. Und auch eine Bootsfahrt quer über die World Showcase Lagune war noch drin. Danach schauten wir uns noch genauer in Frankreich um, das wir davor eher gestreift hatten, nahmen Ratatouille als Single Rider mit (da musste man nie mehr als ein paar Minuten warten), und verabschiedeten uns schließlich auch von Epcot.
Insgesamt hat uns Epcot von den vier Parks vielleicht sogar am besten gefallen, auch wenn er weder Pandora noch Galaxy‘s Edge bietet. Aber dafür eben die meiste thematische Abwechslung, das tolle Festivalessen und mit den Guardians ein absolutes Highlight.Wieder im Hotel starteten wir eine Wäsche, während der wir uns im Pool entspannten, und fingen dann an zu packen, denn am nächsten Tag war der große Umzug zu Universal angesagt. Zum Abendessen gab es nochmal italienische Kost im Riviera Resort; das Prima Piatti dort war einfach hervorragend. Und wenn man den richtigen Moment erwischte, konnte man auch an einem der Tische direkt am Wasser essen und die Abendstimmung draußen genießen.
10 Tage Disney World waren wie im Flug vergangen und wir hätten es dort auch problemlos noch ein bisschen länger ausgehalten, aber andererseits hatten wir im Wesentlichen alles gesehen, was wir wollten, und waren nun neugierig, was die Konkurrenz zu bieten hatte. Das würden wir dann ab dem nächsten Tag erfahren.
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Tag 9: Hollywood Studios, Epcot
Täglich grüßt der Mandalorian!
Eigentlich war das als unser zweiter großer Hollywood Studios Tag geplant, und ursprünglich wollte ich wieder mit dem early entry einen neuen Anlauf auf Rise of the Resistance nehmen. Aber nach dem unerwarteten erfolgreichen Doppelschlag des Vorabends beschlossen wir, es etwas entspannter anzugehen und bummelten vor der offiziellen Öffnung einfach ein bisschen im Park herum.
Dann ging es wieder zu Mickey&Minnie (irgendwie kam das uns heute auch sehr laut vor; hatten die neue Einstellungen probiert oder waren wir einfach inzwischen empfindlich geworden?), ins Toy Story Land, wo wir Jessica und Woody begegneten, und verbrachten einige Zeit in Galaxy’s Edge, wo wir uns diesmal auch die berühmte blaue Milch gönnten.
Nun, muss man wohl mal gemacht haben, schmeckt auch ganz gut, in erster Linie nach Ananas, aber die 9 Dollar nicht wirklich wert. Auch einige der restlichen großen Attraktionen machten wir nochmal, wie Slinky Dog, Tower of Terror und Smugglers Run, diesmal freiwillig als Engineer auf den Rücksitzen, um mal diese Perspektive zu erleben, ohne hektisch die Steuerung bedienen zu müssen. Und einige der Shops in Galaxys Edge machen schon was her, muss ich sagen. Preisfrage: Wo ist der ausgestopfte Wampa auf dem Foto?
Ich hatte in Vorfeld wieder einen Lightning Lane Multipass gebucht, da er für den Tag sehr günstig war und ich schon für morgens um 9h einen Slot bei dem begehrten Slinky Dog buchen konnte. Abgesehen davon war er aber im Grunde nicht nötig, auch wenn wir ihn natürlich immer wieder eingesetzt haben, um ein paar Minuten zu sparen.
Nach der obligatorischen Mittagsruhe im Hotel wechselten wir den Park und wollten den LLMP dann in Epcot noch nutzen. Allerdings brachte er für unseren ersten Ride dort, Journey into Imagination, auch nicht viel, da quasi nichts los war. Dieser Ride ist ein weiteres Kuriosum aus alter Zeit, wirkt etwas altbacken und schräg, interessant mal zu erleben. Eine massive Renovierung dürfte hier aber fällig sein.
Der aufwärtsfließende Wasserfall vor dem Pavillion zu Imagination
Im Darkride Journey into Imagination spielt der Drache Figment die Hauptrolle
Als nächstes stärkten wir uns mit mit einem weiteren extrem leckeren Imbiss vom Food Festival (Lachsforelle, Kürbispüree und Rosenkohl(!)-Cranberry-Salat), dann ging es nach einem kurzem Abstecher zu Soaring mit LLMP (der Film war halt doch sehr schön) zu den Guardians of the Galaxy für die dritte Runde.
Wo wir zusätzlich fast eine halbe Stunde vor der geschlossenen Tür der Preshow warteten, bis uns eröffnet wurde, dass es leider einen technischen Defekt gibt und wir daher jetzt direkt zum Achterbahnhof geleitet würden. OK, schade, denn die Preshow ist schon sehr gut und macht auch bei Wiederholungen Spaß, was ja nicht für jede Preshow gilt, aber es war mal lustig, die Backstagegänge zu durchwandern, auch wenn es da nicht viel zu sehen gab.
Nach dem galaktischen Rundflug durch Raum und Zeit wanderten wir Richtung Länderpavillions, um dort weiterzumachen, wo wir am Vortag aufgehört hatten. Marokko hat uns von der Anlage her mit am besten gefallen, da es recht aufwändig und verwinkelt angelegt ist und uns tatsächlich sehr stark an das Original erinnerte, das wir 2016 auf einer Reise kennen gelernt hatten.
Nach den restlichen Besuchen in Frankreich, England und Kanada hatten wir schließlich noch einen LLMP Zeitslot beim Frozen Ride in Norwegen gebucht, sodass wir auch diese schöne Fahrt noch einmal ohne großes Anstehen genießen durften. Allerdings deutlich später als eigentlich geplant, da der Ride zur vorgesehen Zeit nicht lief (worauf wir uns mit einer Paella und einem spanischen Käsekuchen trösteten), aber wir konnten das problemlos nachholen, als er wieder öffnete.
Und beim Verlassen des zugehörigen Shops stolperten wir dann doch noch über Silas aka Parkfan95mit Freundin Nadine und unterhielten uns mit ihnen kurz über die Highlights in Disney World. Das unerwartete Treffen war leicht surreal, aber sehr nett, um Hugh Grant in Notting Hill zu zitieren. Wir sprachen auch noch kurz über die weiteren Pläne und stellten fest, dass wir alle noch Universal besuchen würden und dort auf jeden Fall das nagelneue Epic Universe. Vielleicht würde man sich dort ja wieder über den Weg laufen?