Eigentlich interessiere ich mich nicht besonders für Western&Co. Da der EP nun mit Silverlake City das Thema bei mir etwas in den Fokus gerückt hat, haben wir uns heute im Rahmen unseres Urlaubs zu einem Besuch des Sioux Park hier auf Gran Canaria unweit von Playa del Ingles/San Augustin entschlossen.

Ich habe ehrlichgesagt nicht viel erwartet und mit viel Kitsch, Komerz und kunterbunten Stilbrüchen gerechnet. Ich wurde jedoch positiv überrascht, besonders was die Immersion betrifft. Man muss zugeben, dass die Berge rundherum sehr viel zum Ambiente beitragen, allerdings sind die Gebäude - von den viele auch betreten un etkundet werden können, sowie die weiteren Kulissen und Details wirklich gelungen.

Es gibt in Sioux City keine Fahrgeschäfte, dafür jedoch 4 Shows, allesamt ganz im Western-Stil gehalten. 2 davon auf der Hauptstraße, einr im "Theater" und eine im Saloon. Die Shows sind humorvoll, kurzweilig und unterhaltsam. Das Besondere ist, dass die Shows i.d.R. stets von allen Parkbesuchern besucht werden, das sie das zentrale Highlight darstellen. In der Zwischenzeit hat man gelegenheit die Western Stadt zu erkunden.

Der Park an sich, der sich selbstbewusst als best thematisierter europäischer Park im Wildwest-Stil bezeichnet, ist eigenlich eher ein "Halbtagespark". Er öffnet von 10-15Uhr, was absolut ausreichend war. Mit 25 Euro für Erwachsene und 16 Euro für Kinder geht der Eintrittspreise voll in Ordnung - zumal ein kostenloser Shuttle-Bus, der etliche Haltestellen hier im Süden von Gran Canaria anfährt, ebenfalls inklussive ist.


Einen Wehrmutstropfen gab es, was das Pferdereiten betrifft, das angeboten und von einigen Besuchern genutzt wurde. Man sah 2 Pferden gegen Ende der Öffzungszeit leider deutlich an, dass das Limit erreicht ist. Die anderen Tiere, die teilweise auch in der Show zu sehen waren, machten dagegen einen gepflegten und fitten Eindruck.

Alles in allem würde ich den Park sicher noch einmal besuchen. Nach einiger Zeit fühlt man sich tatsächlich wie im Wilden Westen. - Dazu trägt neben den Kulissen, den Bergen auch der Wind, der immer wieder durch die staubigen Straßen fegt und die knallende Sonne bei. Mit etwas Glück erwischt man auch ruhigere Momente, in denen nicht allzu viele andere Gäste in der Nähe sind und durch die Bilder huschen.



