David Baumgartner, einer der Gründer von Dean & David, wurde diese Woche in der SZ interviewt und hat sich darin auch zu dem Thema Cash-Only geäußert. Und das als Gastronom tatsächlich auch sehr negativ. Ich musste gleich an den Thread hier denken und finde, dass die Ansicht sehr plausibel ist:
"Mit dem, was ich jetzt sage, mache ich mir keine Freunde in der Branche, aber: Wir brauchen in der Gastronomie eine Marktbereinigung. Damit diejenigen, die ihren Job gut machen, überleben können. Weil diejenigen, die ihren Job nicht gut machen, ziehen trotzdem Kunden an, die uns fehlen. Viele überleben nur, weil sie sich selbst ausbeuten oder schwarz arbeiten. Bei jedem Restaurant, wo „Cash only“ steht, kriege ich so einen Hals.
Das Argument ist ja oft: EC-Zahlungen kosten Gebühren.
Das ist ein Ammenmärchen. Mit Kontogebühren und Buchhaltung ist Karte vermutlich günstiger. Und sicherer! Und wenn überall Kartenzahlung akzeptiert werden würde, könnte das Finanzamt schnell sehen, bei wem der Anteil Cash versus Karte in welchem Verhältnis steht. Da draußen wird nach wie vor massiv beschissen und das kotzt mich an – und alle anderen, die ihren Job ehrlich machen. Wir leiden darunter, weil uns das Finanzamt deshalb auf dem Kieker hat."
Quelle: Dean & David Gründer Baumgartner: "Im Grunde sind wir alle Tiere, die leicht verführt werden" - Wirtschaft - SZ.de