Beiträge von Muesly

    Das ist wirklich eine schwere Frage. Wir waren zu zweit da, mit Hotel Übernachtung.

    Für das Geld könnte ich auch zwei tolle Tage im Park und Ressort haben mit den Jungs.

    Also ja es ist sehr viel Geld für einen Abend. Und es gibt keiner weis was da nächstes Jahr so geboten wird.

    Wenn dir Traumatica mit Shoxxter Spaß gemacht hat dann vielleicht?

    Fear Inc. Experience

    Nach der Eden-Manor-Show kam die Doctor-Figur und der freche, blonde, kleine Darsteller, den wir schon aus den VIP-Experiences kennen. Letztes Jahr waren wir ja zusammen eingesperrt — dieses Jahr hat er die Fear Inc.-Gäste persönlich angesprochen und einen nach dem anderen mitgenommen. Vom Gefühl her ging alles etwas schneller als in den Vorjahren, das war aber nicht negativ. Auffällig war eine freundlichere, fast zuvorkommende Art: Man wurde gefragt, ob man die Jacke anziehen möchte, bekam Hilfe mit der Brille etc. — das tat der Experience gut.

    Der blonde Darsteller hat mich erkannt und laut „Den kenn ich!“ gerufen: „Du hast mich letztes Jahr enttäuscht, dieses Mal musst du auf mich hören, nicht auf den Doktor.“ Er nahm mich mit und schickte mich auf die Reise. Letztes Jahr habe ich nicht bestanden, weil ich das Licht nicht gefunden hatte — fand es cool, dass er sich daran erinnerte.

    Ablauf (mit Details):

    • Start: Sack über den Kopf, Seil in der rechten Hand, Stimmungsvoller Einstieg. Man läuft am Seil entlang und tastet sich vor — sehr dicht inszeniert.
    • Laserlabyrinth: 2 Minuten Zeit, maximal 3 Versuche. Ich habe es beim dritten Versuch geschafft. Nicht übertrieben gruselig, aber knackig.
    • Bällebad: Panikknopf in die Hand, rein in den Schrank und dann die Bälle kommen. Dieses Gefühl, wenn die Bälle das Gesicht nach oben hin ausfüllen, ist intensiver als es klingt. Für mich war es nicht schlimm, aber definitiv ungewöhnlich.
    • Rätselstationen: Hände in Löcher, vorne ein Nummernfeld, rechts ein Schlüssel — dieses Jahr waren die Hinweise cleverer versteckt als zuvor. Ich hätte mich am Anfang hinknien sollen; hat einen Moment gedauert, bis ich geschnallt habe, wie es funktioniert. Die Zahlen waren nicht sofort sichtbar, wurden erst durch das Licht eines Darstellers erkennbar. Nach einem Hinweis durch ihn konnte ich die Zahlen eingeben und die linke Hand befreien; mit dem Schlüssel wurde die rechte Hand gelöst. So war die dritte Aufgabe dann auch geschafft.
    • Dann ging es in das Tarot Haus, es gab ein mini mini Lämpchen, das hat sehr an die aller erste NOT ALONE erinnert und fand ich richtig gut. Man sollte ein blaues Licht finden und diese mal hab ich das sogar geschafft.

    Damit hab ich mir dieses Jahr die Traumatica Münze verdient und hab mich sehr darüber gefreut :)

    Eden Manor

    Das Wichtigste zuerst: Dass Fear Inc.-Gäste ins Eden Manor durften, fand ich klasse — deutlich besser als der Container. Allerdings gab es nicht genug Platz für alle Fear Inc.-Gäste.

    Wir durften ab 22:30 ins Eden Manor. Kurz vor halb standen dort schon ein paar Leute. Wir dachten, wir fahren nochmal kurz den Matterhorn Blitz und schauen dann rein. Gegen 22:40 sind wir ins Eden Manor eingelaufen. Meine Frau hatte genug von den Häusern, wir wollten etwas trinken, und ich dachte, es wäre dort gemütlicher als bei den Food Trucks. An der Garderobe gute Stimmung, die Treppen hoch und wir wurden mit einem Glas Sekt (oder O-Saft) begrüßt — und stellten fest: Wir sind erst die Ersten. Die wartenden Leute vor dem Eden Manor waren offenbar keine Eden-Manor-Gäste — kurzer „bestellt und nicht abgeholt“-Moment. Es waren zwei Tänzer und zwei Tänzerinnen da, die DJane legte auf, aber alles wirkte anfangs noch etwas lustlos, weil kaum Publikum da war.

    So gegen 23:00 füllte es sich, und bis 23:30 war es gut besucht — dann startete die Show. In den letzten zwei Jahren fand ich das Live-Showspiel im Eden Manor richtig gut; dieses Jahr war es anders: 45 Minuten Show, danach Party mit DJane. Highlight für mich war die Sängerin — sehr stark und unglaublich nah. Die Seilartistin war ebenfalls beeindruckend. Die Überraschung mit den Zombies funktionierte gut; das mit den Tackern wirkte dagegen eher befremdlich. Danach ging es in die Party über. Die Gästemischung war wild: vom eleganten roten Abendkleid bis zum Ghostbusters-Pullover war alles dabei — und natürlich die Fear Inc.-Gäste mit grünem Knicklicht. Bis circa 0:15 waren dann auch alle da, aber viele, die später kamen, hatten keinen Sitzplatz mehr; auch die Stehplätze gingen aus, sodass es sehr voll wurde.

    Ich habe die interaktiveren Schauspieler der letzten zwei Jahre etwas vermisst, die das Publikum stärker eingebunden hatten. Trotzdem: Klar besser als die Container-Lösung.

    ACHTUNG: Traumatica 25 ist fast vorbei, daher gibts hier viele Spoiler. Falls ihr es noch vor euch habt bitte (noch) nicht lesen!

    Traumatica 2025

    Allgemein hat Traumatica dieses Jahr wieder eine Schippe draufgelegt. Die Darsteller waren schon 2024 überdurchschnittlich gut — und 2025 noch besser. Ob intensiveres Training oder mehr Eingespieltheit: Die Rollen sitzen, die Energie stimmt und die Künstler geben wirklich alles. Auch Deko, Aufbau und die Scare-Platzierung in den Häusern wurden an den richtigen Stellen optimiert. Wo früher mal Ruhe herrschte, gab es dieses Jahr wieder etwas zu erleben. Auch das Fear Inc Gäste wieder ins Eden Manor durften fand ich sehr positiv.
    Wenn man was negativ finden möchte, ich fand den Shoxxter Eingang (haupteingang) recht trantütig.


    Grims Funhouse

    Obwohl ich Clowns generell nicht gruselig finde, mochte ich dieses Haus die letzten Jahre am liebsten — und auch dieses Jahr war es wieder großartig. Die Clowns haben ein paar clevere Verbesserungen bekommen, die dem Haus sehr guttun. Besonders hervorzuheben sind die subtilen, aber extrem effektiven Berührungs-Scares: ein Streichen über den Nacken, wenn man es gar nicht erwartet, funktioniert hier hervorragend. Ich habe mich in dem Haus ein paar Mal richtig erschreckt. Der Stofftierbereich war auch ein wares Highlight.

    Draußen geht’s im Labyrinth weiter; dort haben die Darsteller noch einmal eine Schippe draufgelegt. Da sie mich anfassen durften, verlor ich recht schnell meine Frau in der Menge. Ich fand irgendwann zwar den Ausgang, von meiner „Lieblings-Ehefrau“ war aber keine Spur. Also warte ich. 5 Minuten. 10 Minuten. Alle anderen kommen raus — sie nicht. Dann endlich WhatsApp: „Komm rein und hol mich.“ Also bin ich nochmal rein, und am Ende sind wir zusammen wieder rausgekommen.


    Tarot-Haus

    Das Tarot-Haus war die letzten Jahre schon sehr stark und ist dieses Jahr noch ein Stück besser geworden. Geniale Hexe vor dem Eingang. Und auch die Tarot Hexe im ersten Raum liefert eine beeindruckende Performance — wie sie das in absoluter Dunkelheit schafft, ist mir schleierhaft. Danach durchs Labyrinth: Besonders der Raum mit Nebel und Laser auf Bauchhöhe ist jetzt komplett begehbar und bietet einige tolle Scares. An den richtigen Stellen wurde nachoptimiert — tolles Haus.

    Unknown (Raumschiff)

    Das Raumschiff hat nachgelegt und verstärkt „Last of Us“-ähnliche Pilz-Vibes ausgepackt. Das passt sehr gut und macht das Haus stellenweise richtig gruselig. Die „Infizierten“ spielen ihre Rollen überzeugend und haben mich mehrfach gut erwischt. Im Vergleich zum Vorjahr hat dieses Haus deutlich zugelegt.


    Cinema Macabre

    Auch das Kino hat noch einmal zugelegt und bekam eine schöne Showeinlage im ersten Raum. Ein Highlight war auch ein Gang mit einem Ghul, der mich im ersten Durchgang gut erwischt hat. Beim zweiten Durchgang hatte er mich zwar schon von weitem im Blick, aber überraschenderweise stand er dieses Mal auf der anderen Seite — und hat mich dennoch wieder erwischt. Auch hier wurden sinnvolle Optimierungen vorgenommen.


    Murderdome

    Ein Maze im Zelt — mit Anfassen für alle, und das teilweise recht rabiat (zumindest bei den männlichen Besuchern). Das „Haus“ hat viel Fläche, sehr breite Gänge und funktioniert im Prinzip als riesiges Labyrinth, in dem man den Ausgang finden muss. Es gibt viele Darsteller, die einen mal packen und in eine Richtung „begleiten“. Hin und wieder hat man die Wahl zwischen verschiedenen Wegen, etwa „Brave“ oder „Stupid“.

    Ganz am Anfang hat mich ein sehr unscheinbarer, recht junger Darsteller total erschreckt: Ich hab ihn gar nicht gesehen und plötzlich bewegte er sich neben mir. Mein Schreck war so groß, dass der Darsteller sogar kurz gefragt hat, ob alles okay sei — er war selbst überrascht und gleichzeitig voller Freude, dass er mich so erwischt hat. War total süß. Generell war man recht lange im Murderdome unterwegs, und das machte auch Spaß, aber für mich waren es nicht so viele Schreckmomente dabei.

    Studio -13

    Hier lief es bei uns komisch: Wir gerieten gefühlt in eine endlose Schlange, weil unsere Gruppe mit der vorherigen und der nachfolgenden verschmolz. Außerdem roch es im Haus sehr unangenehm — ob jemand sich übergeben hatte oder ob bewusst mit Gerüchen gearbeitet wurde, weiß ich nicht. Für mich war das Ganze dadurch schwer zu genießen; in einer Schlange erschrickt man außerdem nicht wirklich. Schade, letztes Jahr war Studio -13 besser.


    The Hill

    Das Konzept mit vermissten Kindern und dem „True Detective“-Vibe ist grundsätzlich cool, aber ich wurde damit dieses Jahr nicht warm. Bei uns lief alles wie in einer Karawane: vor uns die vorherige Gruppe, hinter uns die nächste — kaum Scares, das Verstecken funktionierte nicht richtig. K.A., vielleicht hatten wir einfach kein Glück.


    Matterhorn Blitz

    Für alle, die nicht so sehr auf Erschrecken stehen, aber Achterbahnen mögen: Der Matterhorn Blitz ist ein Highlight. Keine Wartezeit, nette Fahrt im Dunkeln — sollte man mitnehmen.