Beiträge von flaffstar

    Ausschließen kann man zum jetzigen Zeitpunkt gar nichts.

    Am dritten der vier Nockenpaare im Bügelsystem ist der Abstandssensor installiert, der für die Bügel-Freigabe zuständig ist. Deshalb auch die typischen 3 Klicks zur Freigabe.

    Wenn man den absichtlich manipuliert (z.B. durch Veränderung der Distanz zur Raste) oder vielleicht sogar an die erste Nocke installiert, kann man eine Freigabe erzwingen.

    Nur weil der Zug die Freigabe bekommen hat, heißt das nicht dass alle Bügel korrekt geschlossen waren. Das sind alles Dinge die wir noch abwarten müssen, bis die offiziellen Ermittlungsarbeiten abgeschlossen sind.

    Statistisch gesehen ist fliegen übrigens je nach Variable sicherer als Achterbahn fahren, aber beides gilt als sehr sicher.

    Stimmt nicht so ganz.

    Nach Iaapa Statistik liegt die Chance auf einen tödlichen Vorfall bei 1:750.000.000 (pro Fahrt). Dabei gibt es sogar noch Vorfälle gesundheitlicher Natur. Das heißt Unfälle wie auf Star Dust Racers fallen in die Statistik rein, obwohl die Anlage technisch im einwandfreien Zustand war.

    Die Wahrscheinlichkeit für einen verunglückten Flug hingegen liegt bei 1:11.000.000 (pro Flug). Immer noch eine sehr große Zahl, aber eben deutlich höher als bei den Achterbahenn. Ganz aussagekräftig ist das allerdings nicht, da man an einem Tag mehrere Achterbahnen fährt mit sehr kurzer Fahrzeit, während beim Flug mehrere Stunden ins Land gehen. Sollte man als Referenz die Distanz nehmen, dann ist ein Flug tatsächlich deutlich sicherer.

    Kann man also nicht optimal vergleichen, aber statistisch hat die Achterbahn meiner Meinung nach schon die Nase vorn. Das Problem ist ja, dass im Falle eines Flugzeugunglücks meistens direkt alle Fluggäste ums Leben kommen. Bei Achterbahenn sind es traurige Einzelfälle. Spielt auch keine Rolle, beides ist ernom sicher.

    Ohne weiter zu spekulieren, wer jetzt Schuld am Ganzen hat: Dass der Park und dessen Mitarbeiter die Operations allgemein nicht sonderlich ernst nimmt, ist relativ bekannt. Das Video von vor 5 Jahren hier ist auch schon schockierend:

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    Ich glaube alles was jetzt kommt ist nur noch Spekulation. Wir wissen tatsächlich nach wie vor viel zu wenig über den Unfall um eine Grundlage für Spekulationen oder Rückschlüsse zu haben. Wir wissen dass der Vorfall technisch nicht hätte passieren dürfen. Wie es trotzdem dazu kam, wissen wir nicht. Da helfen leider auch nicht die Augenzeugen Berichte.

    Solange da nichts offizielles kommt, heißt es: gedulden.

    So schlimm die Situation ist und so unqualifiziert die Aussagen der Leute auf social Media sind bzgl. Bügel und Gurten - bei diesem daraus entstandenen Meme musste ich doch gerade ziemlich kichern...

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    Doch genau das war vor meinen Kommentar die Disskusion hier, dass die Gurte nur dazu dienen, damit der Bügel weit genug einrastet.

    Die Diskussion hab ich ja losgetreten. Da musst du unterscheiden: es gibt Gurte die direkt um das Becken gelegt werden. Die sind meistens tatsächlich als weitere Sicherheitsmaßnahme gedacht.

    Und dann gibt es eben Gurte wie bei Black Mamba oder Baron die eher als natürliche Limitierung gedacht sind. Das denk ich mir nicht aus, das sind Aussagen von Technikern solcher Anlagen.

    Das lässt sich natürlich nicht 1:1 auf jeden Bahn so übertragen.

    Bin schon auf ähnlichen Anlagen, wie z.B. im Heidepark schon mit komplett offenem Bügel gefahren, weil der einfach nicht einrasten wollte. Darf natürlich nicht passieren, aber gefährlich ist das nicht. Wer wegen sowas aus der Bahn fällt, legt es darauf an. Gut bei Kindern sollte man da auf jeden Fall drauf achten. Für mich sind so Powered Coaster vom Gefühl ähnlich der Wildwasserbahn. Die hat auch keinerlei Sicherungen.

    Dass die Gurte nicht der Sicherheit dienen sollen, finde ich schon komisch. Ich bin erst kürzlich Fury in Carowinds gefahren. Dort legt man ebenfalls zuerst den Gurt an, bevor der Sicherheitsbügel geschlossen wird. Die Gurte sind also nicht mit dem Bügel verbunden.

    Bildquelle: Facebook Post

    Genau auf der Bahn ist vor wenigen Jahren eine Schweißnaht gerissen.

    Bildquelle: YouTube Screenshot.

    Ich checke deinen Punkt nicht wirklich. Natürlich dient der Gurt der direkt um die Hüfte gelegt wird der Sicherheit. Das hat bislang auch niemand anders behauptet.

    Und was genau hat der Riss in der Stütze mit der ganzen Geschichte zu tun?

    Und manchmal ist zu viel Wissen auch schlecht. Ich bin (so als viertes Hobby oder so) auch ziemlicher Flugzeug Fan. Ich weiß wie dermaßen sicher das Fliegen ist. Ich kenn mich auch einigermaßen mit den technischen Abläufen aus. Und wenn ich selber dann im Flugzeug sitze, analysiere ich jeden Ablauf, jedes Geräusch und wenn dann mal was etwas anders ist als erwartet: Tja da ist sie, die Nervosität.

    Das hab ich zum Glück im Bereich Freizeitparks nicht, vor allem nicht bei den bomben Sicherheitsstandards in Zentraleuropa, aber ich kenn das Gefühl und kann das total gut nachvollziehen - auch wenn es irrational ist.

    Machen die wirklich viel aus? Bei geschultem Personal ist das pro Bügel vielleicht eine Sekunde – Macht acht Sekunden bei der Mamba exemplarisch, wo zwei Leute abfertigen. Die zusätzliche Sicherheit eines Gurtes (oder zumindest die, die er propagiert) ist das schon wert, finde ich.

    Bei einem Setup wie bei der Black Mamba macht das nicht viel aus, da wird ja von Schulterbügeln reden. Allerdings müssten im Fall von Beckenbügel immer die Gurte zuerst um die Hüfte gelegt werden und erst dann kann der eigentliche Bügel zugemacht werden. Das verdoppelt in der Regel die Abfertigungszeit.

    Zudem sind Gurte völlig unnötig bei den meisten modernen Bahnen. Taron, Voltron und co haben mehrere hydraulische Schließzylinder pro Bügel, da bewegt sich gar nix, wenn die einmal zu sind.

    Ich mein, Black Mamba hat auch diese Gurte. Colossos hat sogar Gurte, die zusatzlich zum Bügel die Hüfte sichern. Weil ich das übersehen hatte, musste der ganze Zug noch mal geöffnet werden. Sicherer fühlte ich mich auf alle Fälle, warum der Gurt überhaupt da ist hab ich allerdings nicht verstanden. Von mir aus können aber gern alle größeren Coaster Gurte bekommen.

    Ja da muss man Unterscheiden. Es gibt Gurte die direkt umgelegt werden müssen, wie bei Colossos, den meisten GCIs und RMCs. Diese sind meistens tatsächlich als zusätzlicher Sicherheitsmechanismus verbaut weil der Bügel selbst meistens nur ein oder Zweifach gesichert ist. Wodan ist da eine Ausnahme weil man beim Bau darauf geachtet hat, dass die Bahn nie negative G-Kräfte hat.

    Und dann gibt es die Bügel wie bei Baron oder Black Mamba die den eigentlichen Bügel mit dem Sitz fixieren. Die sind wie erwähnt einfach aus praktischen Gründen installiert.

    ....außer auf Baron, wegen des Sicherheitsgurtes, der im Fall der Fälle den Bügel festhält. So eine unscheinbar sonst unnötige Sache, aber da fühlte ich mich am sichersten.

    Kleiner funfact am Rande, diese Sicherheitsgurte sind gar nicht dafür gedacht, dass sie im Falle einer Fehlfunktion den Halt übernehmen, sondern geben die minimale Schließung des Bügels vor. Kann man den Gurt nicht schließen, ist der Bügel zu weit offen. Relativ simples System, vor allem für die Ride Ops.

    Als positiven Nebeneffekt fühlen sich die Gäste sicherer. Bei Helix im liseberg hat man auch Gurte nachgerüstet. Nicht aus Sicherheitsgründen, sondern für die Psyche der Fahrer. Grundsätzlich nicht verkehrt, geht aber immer zu Lasten der Kapazität.

    Übrigens lese ich derzeit oft man müsste jetzt bei allen B&M Hypercoastern eben diese Gurte nachrüsten. Ich halte das für Schwachsinn. Wenn ein Park es schafft durch schlechte Operations und mangelnde Wartung ein vierfache gesichertes System zum Scheitern zu bringen, werden die Gurte auch nix bringen. Die werden genauso anfällig für falsche Nutzung und schlechte Wartung sein.

    Natürlich kann man auch mit denselben Bügeln die Anlage so programmieren, dass sie mit offenen Bügeln losfahren kann. Aber warum sollte man das machen? Das ist im Prinzip eine gratis Absicherung, die v.a. bei der Klagewut dort kaum jemand bewusst aushebelt.

    Die Vergangenheit hat leider gezeigt das solche Sensoren gerne mal verstellt werden von Betreibern um mehr Menschen die Mitfahrt zu ermöglichen. Siehe den tödlichen Unfall im Icon Park 2022.

    Mal eine ganz andere Frage (ich möchte die Onride-Fotos hier nicht posten): sieht das nur für mich so aus als ob die Füße des Mannes Prothesen sein könnten? Die Fussform ist irgendwie merkwürdig flach…sollte das so gewesen sein (beidseitig Bein-Prothese, je nach Amputationshöhe) könnte hier schlichtweg auch ein Ride OP gepennt haben, da der Mann gar nicht hätte mitfahren dürfen…ist natürlich an dieser Stelle (auch) nur eine Vermutung.

    Ist an dieser Stelle auch völlig egal weil der Bügel komplett offen war. Genauso ist es egal ob der Gast Übergewicht hatte. Der Bügel darf sich nicht öffnen.

    Danke, für deine Erläuterungen. Wahrscheinlich würde man das kurz vor der Schlussbremse noch hinbekommen, da sind ja keine extremen Fliehkräfte mehr. Auf einem Airtimehügel…..hmmm.

    Genau vor dem Onride Foto sind die 3 kleinen Bunnyhops die höhere negative G-Kräfte haben als die großen Airtimehills. Das heißt, wenn etwas versagt, dann am ehesten hier.
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    Von mir aus mal ein kurzer Technik Exkurs, der zeigt wie dermaßen absurd und unwahrscheinlich es ist, dass sich diese Bügel öffnen. Vielleicht auch für einige hier interessant, da sich mit Silver Star ja eine sehr ähnliche Anlage im Europapark befindet.
    Das Rückhalte-System sieht ohne Abdeckung so aus:

    Quelle: https://www.facebook.com/groups/rollerc…99588739690359/

    Erkennen kann man hier vor allem das mittlere "Zahnrad" das sich dreht, sobald der Bügel runtergedrückt wird (Ganz in der Mitte ist natürlich die rotationsachse, aber unten rechts davon sieht man die Öffnung).

    Die inneren Bauteile, die Nocken bzw. Rasten sieht man hier nicht direkt, man sieht aber die Bolzen an denen sie befestigt sind. Die Nocken greifen in die Vertiefungen des Zahnrads, um das Rad in einer bestimmten Position zu fixieren. Jedes mal wenn sich eine Nocke in so eine Vertiefung senkt hört man das bekannte klicken. Es gibt aber selbstverstänlich nicht nur eine oder zwei solcher Nocken, sondern in der Regel 4, die alle zu unterschiedlichen Positionen einrasten, um zum einen feinere Einrastungen zu ermöglich und zum anderen mehrere Redundanzen zu bieten.

    Auf der nächsten Zeichnung kann man das gut erkennen. Das Blaue Bauteil ist das große Zahnrad in der Mitte und die Grünen und Roten sind die Nocken die für das Einrasten zuständig sind. Man sieht hier auch, dass die Rote Nocke eingerastet ist, die grüne aber auf "halber Position ist" Sollte die rote Nocke "versagen", klickt sofort die grüne in Position.

    Die Nocken werden bei B&M in Paaren verbaut, sodass man 4 solcher Nocken hat. Bei Big Boy Seats gibt es wohl sogar 8.

    Wie man sieht sind die auch ziemlich massiv. Diese können ausschließlich durch die Heber in der Station weder gelöst werden, da hier alles rein mechanisch ist. Man kann sowohl auf dem vorigen Bild als auch auf der Zeichnung die Federn erkennen, die das ganze System auf Spannung halten.

    Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Vh3BgJQ2XPg

    Das heißt im Falle des Unfalls müssen alle vier dieser massiven Rasten versagt haben. Im Falle der korrekten Installation und Wartung ein absolutes Ding der Unmöglichkeit. Meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit: der Bügel hat genau einmal geklickt. Damit wäre nur eine einzige Nocke eingerastet und die anderen 3 noch frei. Damit muss nur eine Nocke nachgeben damit sich der Bügel vollständig öffnet.

    Ich bin gespannt was die Untersuchungen ergeben, aber für mich wirkt das so, als hätte man hier Bauteile gänzlich weggelassen.